Donnerstag, 19. Oktober 2017

Mehr Engergie durch Tee - Cha Qi


Man sagt, die Energie des Tees liegt im Dampf, im Nebel, in der aufsteigenden Energie.
Vielleicht liegt ein Fünkchen Wahrheit darin. Ich finde das Spiel des Dampfes sehr entspannend.



Egal, ob Ihr euren Tee mit einem Teebeutel trinkt oder lose Blätter nehmt oder sogar das Gong Fu Cha Tee Ritual ausübt. Ganz egal welche Variante Ihr nutzt nur nehmt euch Zeit für eure Tasse/ Schale Tee.
In der Ruhe liegt die Kraft und im Tee die Besinnung.
Wir lernen bei einer heißen Schale Tee abzuschalten und Freiraum für Neues zu schaffen. Freiraum für neue Energie und Kraft. Wir können die Negativität des Alltags abschütteln und uns auf unser Innerstes besinnen. Wir leeren den Geist, um diesen wieder neu zu füllen. Der Geschmack des Tees und seine feinen Nuancen hilft uns dabei. Der Geschmack, der Duft, die Wärme, die Farbe und das Plätschern des Aufgusses oder das "Schlürfen" stärken die Sinne und leeren den Geist.
Im Tee sind wir wir selbst und können uns selbst erkennen, egal wer uns draußen auf die Nerven geht. In der Teezeit sind wir im hier und jetzt und ruhen in uns.



Tee geht direkt in das vegetative Nervensystem, in die Verdauung, die Atmung und unterstützt den Stoffwechsel. Hier könnte man jetzt ein Buch schreiben, welcher Tee zu welcher Jahreszeit und zum wem besonders gut passt. Das ist ein TEEma für sich, soll aber heute nicht für diesen Artikel greifen. Heute möchte ich eher allgemein bleiben, um jeden Teetrinker zu erreichen.

Beim Cha Qi ist also ein Zusammenspiel aus innerer Einkehr und dem Potential des puren, hochwertigen Tee wichtig.
Achtet auf die Qualität eures Tee und was Ihr eurem Körper zufügt.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Gu Shu Royal - schwarzer Tee



An einem sonnigen aber luftig kühlem Herbsttag probierte ich zum ersten Mal diesen „ Gushu – Royal“ Schwarztee. Da die Sonne schon recht tief steht, suchte ich mir draußen, mit meinem Teetisch, einen Platz, der eben noch nicht im Schatten lag. Und das Wasser durfte in einer Thermoskanne warten ohne schnell abzukühlen..



Nun hatte ich im Rahmen meiner „Gushu – Linie“ bei Nan Yi auch einen sogenannten Gushu Schwarztee aus Yunnan, also einen Dianhong Cha mitbestellt. (verwirrend bleibt dieses rot – schwarz Benennen...). Wer sich mit dunklen Puerh’s , Gushu oder nicht, eben nicht so richtig anfreunden kann, weil deren Aromen doch zu speziell sind, ist, meiner Meinung nach, mit Hongcha gut beraten. Die sind einfach fertig produziert und deshalb sofort gut zu trinken. Und ich kann in ihnen eine schöne Kraft und Wärme spüren, die gerade zu dieser kühlen Jahreszeit oft nötig ist.


Schon die trockenen Blätter sehen interessant aus. Dunkel mit einigen hellen Spitzen dazwischen, duften sie angenehm zurückhaltend aber typisch. 


Heißes Wasser, einen Porzelangaiwan (45ml) und etwas Tee (3g), mehr braucht es nicht.
Ja, das Aroma typisch Hongcha, mit etwas Frischem darin, fast Zitrusartigem, daneben aber auch andere Aromen, etwas Süße, die sich in den späteren Aufgüssen deutlicher zeigen wird und ganz leichte Bitterkeit, die nur bei längeren Ziehzeiten hervortritt. Das Aroma gleichmäßig über die Aufgüsse hinweg. Die kräftig dunkelrötliche Farbe der Aufgüsse ist klar.



Kann ich Gushu darin erkennen?
Was mir bei den Grünen schon schwer fällt, soll ich hier bei dem kräftigen Gesamteindruck herausfinden? Vielleicht ist es auch eher ein Fehlen ... ein Fehlen an Unangenehmem, sowohl im Geschmack als auch bei der Verdauung.

Ich genieße jetzt einfach den schönen Tee, sehe mir die gut verarbeiteten Blätter an, oft zwei Blätter + Spitze kann ich entdecken. Sie sind weich und elastisch, was für alte Bäume spricht.


Passend zum Thema hatte ich in meinem Vorrat noch einen anderen Dianhong Gushu gefunden. Der liegt zwar bei mir schon etwas länger, musste nun aber auch noch einmal gegossen werden.
Das Ergebnis ist ähnlich, nicht ganz so „frisch“ aber mit diesem typischen Aroma nach „Hongcha“.


Ob konzentriert oder leicht gegossen, kann ich sagen, dass mir diesen Tees gefallen und ich mich nun demnächst dem wirklich dunklen Gushu Puerh zuwenden werde. 


Aus Geschirr wird ein Teeset

Als ich begann, mich etwas intensiver mit chinesischer Teezubereitung zu beschäftigen, sah ich plötzlich im Alltäglichen Dinge, die ich gern für die Teezubereitung verwenden wollte.
In einem Keramikladen „weit draußen“ entdeckte ich zum Beispiel Geschirr, interessant in seiner Machart, rief es mir zu: „kauf mich“.
Da gab es Teller und Kaffeetassen, Milchkännchen und Zuckerdose, Eierbecher und Untersetzer...


Ich sah darin einen Umgießkrug, zwei kleine Teebecher und eine Ablage für das Sieb. In Verbindung mit einer Tonkanne entstand so ein Set, wie ich es mir damals vorstellte. Und so habe ich es dann auch einige Zeit benutz.



Aber alles ist im Wandel. Und mit der Zeit habe ich  immer mehr Abstand von diesem Set genommen. Erst jetzt fiel es mir wieder in die Hände und ich dachte darüber nach, wie schön und interessant es doch eigentlich ist. Besonders der Krug rief mich auf zum Benutzen.


Zwei Dinge sind mir dabei besonders erwähnenswert. Da ist zum einen die dunkle Innenglasur der Gefäße. Oft möchte ich beim Gießen die Farbe des Aufgusses beobachten, weil mir diese Farbe viele interessante Dinge erzählen kann. Deshalb habe ich meist ein helles, weißes Gefäß mit dabei. Manchmal möchte ich aber auch genießen, ohne mir Gedanken darüber zu machen. Dann ist es gut so.

Der Krug ist sehr dickwandig. Das merke ich beim Anheben und Ausgießen. Aber daran kann ich mich gewöhnen. Außerdem kühlt er die ersten Aufgüsse schnell ab. Deshalb ist dieses Set gut für Tees geeignet, die sehr heiß gegossen werden müssen. Dann ist die Trinktemperatur angenehm und passt gut.

Aber der Krug hat eine schöne Form und gießt gut und dosiert aus, was ich als sehr wichtig empfinde.


Die Becher sind eher Hochwandig, ähnlich den Riechbechern. Aber ich kann doch gut aus ihnen trinken und danach daran riechen.


Ob ein Sieb nötig ist oder nicht, ist eine persönliche Frage. Ich mag oft den Tee klar, ohne Krümel darin. Deshalb benutze ich meist ein Sieb. Nach anfänglichen Versuchen mit Metallsieben habe ich mir dieses Flaschenkürbissieb ausgesucht, was ich sehr angenehm zu diesem Set empfinde.


Zusammenfassen möchte ich sagen, dass es sich oft lohnt auch mal woanders nach interessanten Dingen zu schauen, die sich für das Spielen mit Tee eigen könnten.


Erwähnenswert sei noch das Brett, auf dem das Set angeordnet ist. Aus einem alten Baumstumpf hatte jemand Bretter für Schilder geschnitten. Dieses letzte Stück „Abfall“ fiel mir sofort auf und ich musste es unbedingt für dieses Bild haben und benutzen dürfen.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Tee On Tour – Norwegen

Eine Woche Survival-Urlaub in Norwegen: Zelt, Feuer, Erholung. Auf ging es an einem Samstag, hoch nach Dänemark und mit der Fähre rüber nach Kristiansand, Norwegen.
Unser erster Lagerplatz (nachdem wir ihn nach langer Odyssee gefunden hatten) war traumhaft schön. Wasserfälle, kleine Bäche und Flüsschen, viele schöne Steine, die zum Sitzen einluden.
Die Sonne schien traumhaft und ein wenig wehmütig war ich, dass wir nicht so lange bleiben würden das es sich gelohnt hätte, das Teegeschirr auszupacken. Das war nämlich gut verstaut ganz unten im Rucksack...
Aber es blieb Zeit für einen Pu Ehr direkt vom Feuer. Pu Ehr war es auch, der uns den gesamten Urlaub hindurch gewärmt hat. Jeden Tag kochten wir mehrfach einen großen Topf, direkt in den Flammen.
Beim Betrachten der Bilder kann ich das Feuer und den Tee wieder riechen, es war so ein schöner Urlaub. Das erste Mal verspüren ich Fernweh und möchte schnell wieder raus aus Deutschland...
Aber vorher muss ich euch ja noch unseren zweiten Lagerplatz zeigen, an dem wir die restliche Woche verbrachten. Ihn fanden wir nach einer Fahrt rauf und runter durch Norwegens Berge. Elche oder großartig andere Tiere haben wir gar nicht gesehen. Aber in den Bergen leben unheimlich viele Schafe :D Für mich natürlich ein kleines Paradies, gern hätte ich ein Schaf mitgenommen.
Auch das zweite Lager war direkt am Wasser gelegen, Fluss, Wasserfälle, Stromschnellen, See...alles war dabei. Nur leider war das Wetter nicht wohlwollend. Es regnete fast ununterbrochen, kein Tag ohne Fisselregen.
Das tat unserer Pu Ehr-Kocherei selbstverständlich keinen Abbruch, immer befand sich in einer Thermoskanne ein heißer Schluck. Aber ich wollte viele Ensemblebilder machen und auf den Felsen Tee genießen. Das ging leider nicht.
Zweimal gab es Tee abends im Zelt, ganz kuschelig, mit zuvor abgekochtem Wasser aus dem Fluss.
Die schönsten Landschaftsbilder habt ihr gesehen, die Teebilder sind leider nicht beeindruckend. Aber immerhin gab es welchen.
Und welch Traum: Mir wurde beim Teetrinken vorgelesen. Etwas, dass ich sehr wertschätze, wenn jemand das für mich tut.

Fazit: Norwegen? Sofort liebend gerne wieder. Es war wahnsinnig schön, Natur und Zwischenmenschlich. Ich habe Fernweh und bin unheimlich glücklich und erholt aus dem Urlaub zurück. 
Teetechnisch war das definitiv ausbaufähig, beim nächsten Mal spanne ich ein Tarp zwischen die Bäume, damit man direkt am Feuer Wasser erhitzen und Teetrinken kann, egal wie das Wetter ist.
Danke für diese wundervolle Zeit!

Herzlichst,
Atessa

Dienstag, 10. Oktober 2017

A calm Cup of Tea

I´m very sorry for my english readers. I need more post for you, so today I will drink a cup od tea with you:


Donnerstag, 5. Oktober 2017

Monatsfavorit September # Thirsty

Der Monat ist schon wieder um.
Ich habe sehr oft den Dong Ding Oolong in letzter Zeit getrunken. Er ist genau richtig zu dieser Jahreszeit. Ich trank ihn auch schon im August, daher ist nicht mehr viel übrig von diesem leckeren Tee.

 
 

Das bedeutet auch, das ich wieder welchen bestellen muss.

Ich trinke meistens morgens 2-3 Kannen Tee und fahre dann zur Arbeit.
Während ich den Tee trinke, telefoniere ich mit Yemin und wir philosophieren über alles Mögliche.
Dabei kommen teilweise konstruktive, teilweise lustige Sachen heraus.
Wenn wir mal einen "im Tee" haben, reimen wir auch schon mal.
Wichtig ist nicht, was wir für einen Tee trinken, sondern mit wem. Auch wenn Yemin 600 km weit weg ist, ist sie bei meiner "Teetrinkzeit" dabei und umgekehrt. 



Dienstag, 3. Oktober 2017

Seminar, kreative Teesensorik



Der Tag ist trüb aber noch trocken.
Leise plätschert der Brunnen, an dem ich hier sitze, in den Heckmannhöfen, genieße noch etwas die Ruhe, bevor ich zu Nannuoshan hineingehen werde.
Das rinnende Wasser erzeugt eine Art tropfende Endlosigkeit, in die ich versinken könnte.
Heute nehme ich an einem Seminar teil, dass sich mit der Wahrnehmung von Tee beschäftigt.
Ich lasse mich überraschen, wohin der Weg mich führen wird.

Donnerstag, 28. September 2017

Ausgetrunken #10- Atessa

In den letzten drei Monaten habe ich hauptsächlich Matcha getrunken. Gelegentlich war auch ein schwarzer Tee dabei :) leer geworden sind allerdings nur zwei Dosen Matcha🤔
Darum interpretiere ich heute mal unsere Topic "Ausgetrunken" um und stelle euch vor, aus was ich in den letzten drei Monaten am häufigsten getrunken habe:
Ich habe mein Teeset aus Glas wieder reaktiviert und sehr oft in Benutzung gehabt. Diese Teeschalen und die Umgiesskanne waren die ersten Teile, die ich mir zu Beginn meines Teeweges gekauft habe. An ihnen hängen viele Erinnerungen, erste Experimente und sie haben bereits viele Tees probieren dürfen ;) ich freue mich, dass ich es wieder entdeckt habe, es ist doch viel zu schade, um im Schrank zu stehen.

Aus was habt ihr lange nicht mehr getrunken?