Donnerstag, 27. Juli 2017

Ausgetrunken - Thirsty # 9


Hallo ihr Lieben, diesen Monat bin ich wieder mit meiner Sammlung an Teebeutelchen, die ich in den letzten drei Monaten vernichtet habe,dran.

Hier sieht ihr was ich alles geschafft habe. Teilweise haben meine Freunde mir dabei geholfen.



Unter den üblichen Verdächtigen wie den Milky Oolong und den Ali Shan habe ich auch diesmal ein paar andere Tees getrunken.
High Grade Long Feng Xia Oolong, Jade Oolong, Ming Gu und einen Dong Ding (Taiwan) aus Japan mitgebracht.

Der Ali Shan ist leider immer sehr schnell alle. Leider wird diese Sorte Ali Shan von Teahome nicht mehr angekauft, da er von der Produktion her zu teuer ist.

Dieses hier ist leider der Rest vom Ali Shan: 




Der Jade Oolong ist aus Taiwan, der ein fruchtiges Aroma hatte. Diesen Tee konnte man bis zu 8 mal aufgiessen.
Der Dong Ding aus Japan war ein Geschenk von Freunden, der nicht schlecht geschmeckt hat.

Dann schauen wir mal was in den nächsten drei Monaten sich wieder ansammelt. Bis dahin viele erholsame und anregende Teezeit.

Dienstag, 25. Juli 2017

Besuch im Bonsaigarten Ferch – Vormittag


In Gesprächen bei Tee wird immer wieder der Bonsaigarten in Ferch als lohnendes Ziel erwähnt. Nun bot sich mir mal wieder die Gelegenheit, einen Tag dort zu verbringen. Ich wurde gewissermaßen im Vorbeifahren abgesetzt.
Da es noch sehr früh war, nutzte ich die Zeit für einen Spaziergang am See, bei noch leicht trübem, feuchtem Wetter. Noch war alles in Ruhe getaucht, Vögel sangen verhalten, angenehm.


Ich ging meinen Weg bis ans andere Ende von Ferch und wieder zurück. Wenige andere waren unterwegs. So verschaffte ich mir Ruhe und Appetit auf einen schönen Tee, in passender Umgebung.


Der Bonsaigarten mit Teehaus steht immer mal wieder auf meiner Liste und jedes Mal freue ich mich auf diesen schönen Ort erneut. Ich beobachte die Veränderungen die über die Jahre hin entstehen, sehe jede Neuigkeit als interessante Erweiterung.



Zuerst gehe ich durch den Garten, betrachte die gestaltete Umgebung, das Zusammenspiel von Wasser und Vegetation. Die Anlage ist sehr schön entworfen und es gibt viele Punkte, von denen man einen interessanten Blick hat. Obwohl das Grundstück selbst eigentlich nicht sehr groß ist, beinhaltet es viel Raum, mit vielen Bildern.



Natürlich sehe ich mir die vielen Bonsais an, die immer wieder eingefügt auf  Tischen stehen. Kleine, große, alte und sehr alte Bäume beeindruckend geformt, eben kleine Kunstwerke von ganz verschiedenen Baumsorten, die sich hier ideal einfügen, bis hinzu großen Bäumen, die trotzdem wie Bonsais aussehen.


Aber dann wird es Zeit für den Tee. Noch ist das Teehaus fast leer. Ich wähle den Platz direkt am Garten mit Blick auf die geharkte Fläche. Dort kann ich die Ruhe genießen und meinen Blick weit stellen, damit ich nichts weiter als die Steine und ihre Wellen wahrnehme.


Sitzen, den Tee genießen, leise Geräusche im Hintergrund lauschen, Natur, Vögel, Wasser, das demnächst kochen wird, eine geflüsterte Unterhaltung am Nachbartisch… ewig könnte ich so sitzen.

Ich habe einen Gyokuro Tama Homare bestellt. Das ist ein Schattentee von guter Qualität, „preisgekrönt“. Da ich das Jahr mit Sencha und Shincha schon gut begonnen hatte, war nun mein Blick auf Gyokuro gefallen und ich nutzte die Gelegenheit, einen zu probieren. Mit meiner geringen Erfahrung zu diesem Tee ließ ich mir mehrere Aufgüsse servieren.
Schattentee  bedeutet ja, dass diese Teepflanzen vor der Ernte für eine gewisse Zeit vor Sonnenlicht geschützt, also abgedeckt werden. Dadurch werden bestimmte bittere Noten nicht entwickelt und andere Geschmacksrichtungen kommen dadurch stärker hervor.


Und ich muss sagen, dass das schon ein außergewöhnliches Geschmackserlebniss für mich war. Schon die Farbe des Aufgusses, ein ganz eigenes Grün, etwas trüb wie das Wasser im Koiteich, der Geruch eher zurückhaltend, aber der Geschmack dafür unerwartet …boa … nicht ganz so wie Shincha, auf jedenfall grün, intensiv, süß und dann dieses Spezielle, was man wohl unter „Umami“ einordnen sollte. Habe zu wenig Erfahrungen, dass ich da speziell was zu sagen könnte. Dieser Geschmack  ist beeindruckend aber sicher nicht jedermanns Richtung. Ich finde ihn schön und interessant, gerade für diesen Augenblick, der Zeit fordert, für den Alltag dann doch eher ein Shincha.


Dazu hatte ich einen Mochi „klassisch“ bestellt, weil ich dachte, dass ich meiner Verdauung vielleicht etwas dazu anbieten sollte. Mochi ist Klebreis, in diesem Fall mit süßer Bohnenpaste gefüllt, und hat wirklich eine eigenartig klebrige Konsistenz. Geschmacklich aber sehr interessant und schön ergänzend zum Tee. Ich hatte mich wegen der Sorte extra beraten lassen und mich dann gegen den mit Nussfüllung entschieden, damit der Mochi nicht so vordergründig den Teegeschmack verdrängt.


Jetzt kann ich hier sitzend die Steine betrachten, große Steine, umgeben von kleinen Steinen, die geharkt, Wasser versinnbildlichen. Ich möchte mir gar nicht zu intensive Gedanken darüber machen. Mein Blick ist weit offen und betrachtet das Ganze.

Immer wieder, im geeigneten Moment, wird mir der Tee wieder aufgegossen. Jede weitere Runde hat einen leicht veränderten Geschmack. Der Aufguss wird klarer und das speziell umamiähnliche lässt nach, weicht einem intensiven Shinchageschmack. Der Tee wird leichter ohne einfacher zu werden.


Diese Teeerfahrung gefällt mir sehr gut. Wenn ich die feuchten Blätter betrachte, typisch japanischer Grüntee, mit jedem Aufguss werden sie voluminöser, fühlen sich aber durchweg weich an und haben eine sehr schöne grüne Farbe ohne jedweige Störung durch braune Blattteile oder Stiele.



Irgendwann kommt der Moment, wo mir bewusst wird, dass ich Abschied nehmen werde von dieser Teesitzung. Ein letzter Blick und ich erhebe mich, gehe raus in den Ort Ferch, wo mich weitere, andere Erlebnisse erwarten werden.

Donnerstag, 20. Juli 2017

"Anti" Monatsfavorit Juni #Thirsty

Ich muss gestehen, das ich diesen Monat keine Favoriten habe, als die üblichen Verdächtigen.
Also habe ich beschlossen über meinen "Antifavoriten" diesen Monat zu schreiben. 

Diesen Monat war leider mein " Antifavorit" der Bio Ming Gu Oolong. Normalerweise hole ich den "normalen" Ming Gu Oolong, den trinke ich gerne, doch diesmal wollte ich den Bio Ming Gu Oolong ausprobieren.


Nun hatte ich den Bio Ming Gu Oolong vor mir und bereitete ihn wie alle meine Oolongs zu. Ich nehme dafür immer eine Tonkanne. 
Nach zwei Aufgüssen war mir flau, und ich hörte auf ihn weiter zu trinken. Ich hatte auch davor gut gegessen, die Tageszeit war optimal (13 Uhr), also lag es nicht daran.


Ich gab aber natürlich dem Ming Gu Oolong eine zweite Chance. Diesmal bereitete ich den Tee im Gaiwan am Morgen ca. 10 Uhr zu. Das Ergebnis war das Selbe, mir war nach ein paar Aufgüssen wieder schlecht.. Das nahm ich zum Anlass ihn  wegzustellen. 


Das Ganze ließ mir keine Ruhe. Also dachte ich mir, ein dritter Versuch kann nicht schaden.
Ich nahm viel weniger Tee als sonst ( man könnte ein paar Krümelchen dazu sagen), das heiße Wasser war nur um die 70 Grad statt 90-100 Grad warm
Und siehe da, das Ergebis war etwas besser. 
D.h. wenn man den Oolong wie einen grünen Tee behandelt, kann man ihn auch trinken. 

Da er mir aber im allgemeinen nicht geschmeckt hat, und auch nicht gut getan hat, wurde er zum "Antifavoriten".

Dienstag, 18. Juli 2017

Lemon Yellow - natürlich und lecker


Wieder etwas Neues aus dem Nachbarland Belgien. Der riesige Vorteil hier bei Aachen ist, dass man so schnell nach Holland oder Belgien fahren kann.
Nach Antwerpen sind es, bei gutem Verkehr (also nie), gerade mal 1,5 Std.
Deshalb fahre ich so oft zu Mei Lan nach Belgien. Ich lerne so einiges von ihr über den Tee und komme jedes mal mit neuen Sorten zurück. Der Dong Ding, den ich euch bereits vorstellte, hat nun einen Preis gewonnen. Super!

Heute möchte ich euch aber einen gelben Tee näher bringen, den ich erst Anfang Juni mit über die Grenze brachte. Ist wohl keine Schmuggelware.

Er nennt sich Lemon yellow. Dieser Tee wurde natürlich aromatisiert aber ohne Duftöle, ohne Chemie, einfach mit Zitronen und Orangen.
Eine natürliche Aromatisierung erkennt ihr daran, dass der Geschmack bleibt und sich nicht auswäscht.
Bei Duftölen schmeckt man bereits nach dem ersten Aufguss kaum noch etwas von den Aromen.

Blätter:
Hier haben wir also einen gelben Tee. Wie man auf dem Bild schon sehen kann, hat der Tee ein offenes Blatt. Die Blätter duften leicht nach Zitronen und Orangen.

Herkunft:
Hunan/ China

Zubereitung 
Es wird empfohlen, den Tee mit nahezu kochenden Wasser aufzugießen. Ich persönlich finde aber dass die Zitrusnoten bei zu heißem Wasser untergehen. Also nutze ich deshalb nur 80-90 Grad heißes Wasser. Meine Ziehzeiten sind kurz. Das liegt daran, dass ich viele Blätter in meinem Baby Gaiwan habe. Aufgegossen gewinnen die Zitrusnoten an Stärke. Das hier ist wirklich ein wunderbarer Sommer-Tee. Leicht und fruchtig macht er warm genossen sehr viel Freude. Aber auch als Kaltaufguss ist er einsame Spitze.


Die Zitrusnoten und der Teegeschmack harmonieren wunderbar zusammen. Der Tee bringt wirklich gute Laune an einem Sonnetag.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Monatsfavorit - Atessa #14 Juli

Stellvertreter-Bild für "nackten" Tee
Ist schon wieder ein Monat vergangen? Ich kann es kaum glauben. Für den diesmonatigen Favoriten hatte ich Yemin ein besonders schönes Ensemble versprochen. Ich habe mich dann aber doch dagegen entschieden und möchte zeigen, wie ich den Tee den vergangenen Monat hauptsächlich getrunken habe: Einfach, ohne viel Klimbim, eine Kanne (und eine Umgießkanne), eine Schale. Quasi "nackter" Tee, meist auf dem Balkon genossen, umgeben von schönen Pflanzen und einem angenehmen Wind.
Und das ist manchmal ganz gut so, wenig Ablenkung, nur das Wesentliche. Der Tee und ich.

In diesem Monat habe ich hauptsächlich Schwarztee getrunken. Auch ohne Zeremonie, einfach aus Tassen. Manchmal tut auch das gut. Auch wenn ich eingeladen war habe ich viel Schwarz getrunken, ohne zu wissen um was für Tee genau es sich handelt. Oder es waren die "normalen" Bezeichnungen Darjeeling, Assam...ihr versteht ;)

Manchmal muss man den Tee so behandeln wie das Leben selbst: Nehmen, was kommt. Ohne nachzufragen. Darauf vertrauen, dass alles so kommen wird, wie es richtig und gut ist. 
Das ist eine Lektion, die uns auch der Tee lehren kann wenn man sich ihm öffnet.

Herzlichst,
Atessa

Dienstag, 11. Juli 2017

Ritter Ensemble... die leuchtende Burg



Eine kleine Weile ist es schon her, dass ich dieses schöne Holz-Teeboot von Atessa als Geschenk erhalten habe. Ihr Bruder Nico hat es gefertigt. Ich benutze es wenig aber immer in sorgsam und in Ehren. Es ist eine tolle Handarbeit!
Mit den Jahren suche ich immer wieder nach außergewöhnlichen Stücken, die ich für die Teekunst verwenden kann. 

An diesem Sommertag, bei heißem Wetter, durfte das kleine Teeboot wieder einmal auf den Tisch und zeigen, was es kann.
Als ich mir mein Ensemble so betrachtete und an ein vergangenes Wochenende zurück dachte, fiel mir die Ähnlichkeit zu einer Burg mit Burggraben auf. Der Gaiwan mit Burgdach und das Boot mit dem Graben. Wenn man dann Wasser in den Gaiwan gibt und den Kopf etwas senkt, sieht es aus als würde die Burg leuchten. Wer genau auf das Foto schaut, kann es vielleicht auch erkennen.




Donnerstag, 6. Juli 2017

Monatsfavorit - Juni - Yemin

Der Tee, der mich im letzten Monat überraschte, ist der Lemon Yellow. Eine Review dazu ist schon getippt und folgt bald hier auf dem Blog.

Frische, Leichtigkeit und Energie kommen von diesem Tee und deshalb möchte ich diesen sehr empfehlen. Warm getrunken ist er wirklich lecker aber als Kaltaufguss kaum zu schlagen.


Dienstag, 4. Juli 2017

Instagram Bilder

In einem Haus voller Kinder ist kaum Zeit für eine Teestunde, geschweige denn neue Teeerfahrungen. Deshalb möchte ich euch heute ein paar meiner Instagram Bilder zeigen, für die, die mir dort nicht folgen, folgen können oder wollen:


Fuji Green Tea - Eau de Cologne - Review?




Tee und Baby, die Teesucht lässt beides vereinen


Berlin Berlin

Ostern mit Aiei, das hässliche Küken hat Madame Thirsty adobtiert