Dienstag, 29. Dezember 2009

On Tour - Teezeremonie in Erfurt

Im Dezember war ich für eine Teezeremonie nach Erfurt eingeladen.
Bisher hatte es mich noch nie nach Erfurt verschlagen und deshalb freute ich mich sehr.
Heiko hat eine Praxis für chinesische Medizin und wollte seinen Kunden etwas besonderes zum Weihnachtsfest bieten. Ich sollte also Tee für seine Kunden bereiten. Nichts einfacher als das, den Tee und die Teekunst sind eng mit der Medizin und der Philosophie verbunden.


Erfurt

In der schön eingerichteten Ambiente viel es mir gar nicht schwer einen guten Tee zubereiten.
Bei der ersten Teerunte hatte ich 3 Tees vorbereitet. Einen "Gao Shan", einen "Da hong Pao" und einen "Drachen Perlen Jasmin" Tee. Der "Gao shan" leicht und jugendlich, der "Da hong Pao" reif und weise und der "Jasmin Tee" fruchtig und süß.
Normalerweise bereite ich nicht gern einen Jasmin Tee auf einer Teezeremonie zu. Doch ich wollte einen bekannten Tee, neu schmecken lassen und zeigen wieviel in einem Jasmintee stecken kann.
Zu meiner großen Verwunderung kahm der "Da Hong Pao" bei den meisten am besten an. Es sollte mich eigentlich nicht wundern, da zu dieser Jahreszeit gerade dunkele, "Yang" haltigen Tees besser für uns sind als die zu hellen "Yin" haltigen.


Erfurt

Bei der zweiten Vorführung wählte ich einen "Ali shan" einen "Gao Shan" und wieder den Jasmintee. Der "Gao shan" ging in eine sehr fruchtige und milchige Note. Fast schon unnätürlich fruchtig. Meistens mögen die Besucher, die zum ersten mal einen Tee in der Art des Gong Fu Chas trinken, diesen Tee sehr. Doch hier war die Meinung sehr gespalten, die eine hälfte mochte Ihn und die andere hälfte gar nicht.
Immer wieder werde ich auf Veranstaltungen nach der Ziehzeit gefragt. Ca. 30 sek ist meistens meine Antwort. Mit einem "ca." Wert können sie nichts anfangen, ist dann meistensdie nächste Aussage.
Ich bereite den Tee so zu wie er mir am besten schmeckt, ich habe ein Gefühl dafür wann ich den Tee einschenken kann damit er mir schmeckt. Das ist eine Vebindung zwischen mir und dem Tee.
Meine Freundin jedoch mag den Tee sehr stark und weniger nicht so mild und blumig wie ich. Sie lässt den Tee länger ziehen und auch sie weiß genau wann der Tee ihr am besten schmeckt.
Ein und der selbe Tee können so viele Verschiedene Nuancen enthalten, dass ich einfach keinen genauen Wert geben kann.
Tee bedeutet sich Zeit zunehmen und selbst herrauszufinden wann ein Tee einem am besten schmeckt. Durch das probieren wird die Verbndung geschaffen, die irgentwann intuitiv kommt. Jeder neue Tee ist dann wieder eine neue Erfahrung.


https://www.blogger.com/blogger.g?blogID=3495570227389965197#editor/target=post;postID=9010265013872622050http://www.yemin.de/tee/galerie/2009/erfurt03.jpg

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Dienstag, 1. Dezember 2009

Teesorten: Mate Tee



In Damaskus bin ich über Mate Tee gestolpert.
Mate Tee ist eigentlich kein richtiger Tee, er gehört zu der Gattung der Stechpalmen. Die Heimat dieses Baumes ist in Südamerika, umso erstaunter war ich dieses Getränk mit all seinem Traditionellen Zubehör in Syrien zu finden.
In Syrien und dem Libanon wurde das Getränk durch Arabische Auswanderer zu beginn des vorherigen Jahrhunderts importiert und genießt dort eine große Beliebtheit. Was erklärt warum ich das Zubehör dort finden konnte.


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Mate Tee und die Wirkung:
Neben viel Koffein ist im Mate Tee auch Vitamin A, B1, B2 und C zu finden.
Mate Tee soll anregend für Nerven, Muskel und den Stoffwechsel wirken, schweißtreibend, harntreibend und bringt den Kreislauf in Schwung. Er soll auch Hunger stillend wirken und kann äußerlich bei Ekzemen angewendet werden.

Traditionell wird er in einer aus Kürbis hergestellten Tasse (Guampa) und einem Trinkhalm (Bombila) genossen.
Für mich schmeckt er eher Bitter und ich kann Ihn bisher nur mit Zucker genießen aber der Geschmack ist interessant und die Wirkung auf jedenfalls belebend. 
Es gibt den Tee aber auch in anderen Geschmacksrichtungen. Z.b. Orange oder Pomelo und dann schmeckt er mir wieder sehr lecker.

guampa00

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Montag, 21. September 2009

On Tour - Regensburg

Von Freitag bis Sonntag war ich nun in Bayern unterwegs.
Freitag kam ich früh in Nürnberg mit dem Flieger an und wurde von meiner Freundin Pia in Empfang genommen.


Nürnberg hat zwar einen kleinen aber sehr schönen Flughafen. Selten habe ich erlebt das ich mein Gepäck so schnell hatte und mit diesem gut umgegangen wurde. In Berlin war dann das Gegenteil wieder der Fall.

Pia und ich fuhren dann erst einmal zum Frühstück zu Ihr und natürlich zum Tee. Pia wohnt in einem kleinen, schönen und vor allem ruhigen Dorf kurz vor Regensburg.
Relaxt und schnattern, mit viel Tee verbrachten wir den Tag. Erst zum Abendessen sind wir nach Regensburg rein gefahren.
Dort gab es dann Sushi. Nichts kommt zwar an das Sasaya in Berlin/ Prenzlauer Berg ran aber auch hier war das Sushi Klasse.
Ein Stadtbummel durch die Stadt rundete den Abend ab.


Der Samstag begann mit einem Frühstück im Rosengarten. Naja Rosen blühten nicht mehr um diese Jahreszeit. Trotzdem hatte ich wirkliches Glück mit dem Wetter, das angenehm warm war.
Nach einem ruhigen Frühstück machten ich und Pia Regensburg unsicher.


regensburg

Sie erzählte mir von einem Laden, der Saris haben sollte und wollte mich unbedingt hin führen. Begeistert folgete ich Ihr. Nun ist es nicht so einfach ein Geschäft zu finden bei so vielen kleinen Gassen aber wir gaben nicht auf und fanden es. Schaut nur was für schöne Sachen ich da gefunden habe:

shop00shop

Das Kleid, ist eigentlich nicht mein Stil und ich hätte es nie angezogen, doch es passte wie auf den Leib geschneidert und es hat mir dann doch sehr gefallen. Die wunderbare grüne Bluse wird für die kommenden Teeabende und Vorführungen sein. Das passt Wunderbar.
Ich habe in dem Laden zwar viel Geld gelassen aber ein paar Unikate gefunden.

Weiter führte uns unser Weg zur Confiserie Seidl. Dort arbeitet Pia.
Ein Paradies für Leckermäulchen, so wie mich. Wohin das Auge sieht Schokolade, leckerbissen und auch TEE. Doch diesem Teil meines Ausfluges werde ich wohl einen eigenen Artikel widmen müssen.

Das Foto mit dem Untier will ich euch aber nicht Vorenthalten:

elefant

Dies war der ganze Samstag.
Der Sonntag war ein besonderer Tag. Nicht nur weil Quang Zeit für mich hatte. Das letzte mal haben Quang und ich in Berlin eine Schale Tee getrunken und deshalb war ich sehr glücklich als er mir Sonntag Abend mitteile das er sich den Samstag für mich Zeit nehme.
Er kahm gegen Mittag und Wir 3, mit Pia fuhren in einen Nepalesischen Tempel. 


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Ein wunderbares Fleckchen Erde. Der Park war ein Traum der Harmonie und Ruhe in sich barg. Auch hier werde ich einen eigenen Artikel zu schreiben, den dies lohnt sich sehr. Ich habe viele schöne Bilder für euch dabei und auch einige nette Menschen kennen gelernt. 

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Ich bin ruhig, ausgeglichen und voller Tatendrang wieder in Berlin angekommen. Viel Tee zierte meine Tasche und ein neuer Teetisch.
Es war ein Wochenende voller Erlebnisse und Harmonie. Ein Wochenende das Ideen geweckt und Träume näher an die Realität gebracht hat. Ich habe viel gelernt aber vor allem über mich selbst. 


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Freitag, 17. Juli 2009

On Tour - Besuch in der Shen Nong Teelounge in Düsseldorf

Letztes Wochenende war ich in Düsseldorf.
Wenn man in Düsseldorf ist, sollte man als Teetrinker die Gelegenheit nicht verpassen die Shen Nong Teelounge zu besuchen.
Ich also auch nicht. Davon gehört hatte ich schon aber als Berlinerin komme ich eben nicht mal eben zu einem Besuch.


Wer war Sheng Nong?: wörtlich Übersetzt: Göttlicher Bauer) - auch bekannt als Yang Kaiser ist er ein ein Kulturheld der chinesischen Mythologie. Er soll vor über 5000 Jahren gelebt haben und die Menschen Ackerbau gelert haben. Des weiteren wird ihm zugeschrieben, im selbstversuch verschiedene Pflanzen auf die Medizinische Heilwirkung getestet zu haben. Ach die Entdeckung des Tees geht auf ihn zurück.

Der Besuch der Lounge war sehr angenehm. Die Teesorten die man trinken wollte, konnte man sich vorher anschauen und sich dann entscheiden. Wie sollte es anders sein entschied ich mich für einen "Li Shan Oolong" 2700m gewachsen und mein Begleiter bekahm einen Milky Oolong.
Der Lishan war geschmeidig und von guter bis sehr guter Qualität. Der Milky Oolong, eher herb. Schön war auch die erlesene Auswahl an Teezubehör. Das Ambiente lud zur Entspannung ein.


Teekanne, Harmonie, Gong Fu CHa, Oloong Tee

An diesem Tag regnete es draussen heftig. Wir schauten aus dem Fenster und genossen eine warme Schale Tee. Wärend die Menschen draussen mit Ihrem Regenschirm rangen, tranken wir friedlich eine Schale nach der anderen.

Tee, gesundheit, Harmonie, Genuss

Ich hatte die Gelegenheit mit dem Chef ein kleines Schwätzchen über Tee und Taiwan zu halten. Er war höflich aber reserviert, doch sein Wissen um den Tee war gut.
Es freut mich sehr, dass ich die Gelegenheit hatte die Teelounge zu besuchen. Wir in Berlin haben zwar das chinesische Teehaus in Marzahn aber darüber hinaus kenne ich noch nicht so viele Teestuben, wo es sich auch lohnt einzukehren.





Tee, Gong Fu Cha, Harmonie, Freude 

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Donnerstag, 26. Februar 2009

Teesorten: Kuding Cha


Kuding Tee bedeutet soviel wie "Bitter-Nadel" Tee. Er wird aus den Blättern des Kuding Baumes (bot. ilex latifolia) gewonnen. Wie der Name schon sagt, ist dieser Tee im Geschmack sehr bitter, allerdings mit einem leichten süßen Nachgeschmack.

Dieser Tee wird in China nicht wegen seines Geschmacks geschätzt sondern wegen seiner Wirkung.
Der Tee soll stark kühlend wirken und ihm wird somit ein starkes Yin zugeordnet.
Weitere Wirkungen sind zum Beispiel: stark entgiftend und reinigend für Körper und Geist, reduziert den Blutdruck, unterstützt die Blutzirkulation, fördert die Verdauung, kann bei Kopfschmerzen helfen.


Kuding Tee

Die großen länglichen Blätter des Kuding-Baumes werden mit einer speziellen Technik einzeln entweder zu einem Stachel, Bällchen oder einer Kugel gerollt.
Der Tee ist bei dem ersten Aufguss eher Gelb in der Farbe und wechselt dann ins grünliche

Ich finde den Tee sehr gewöhnungsbedürftig und doch ist er nicht schlecht. Gerade das süßliche im Nachgeschmack lässt das Bittere fast schon wieder vergessen. Lasst diesen Tee lieber nicht zulange ziehen, den je länger er zieht um so bitterer wird er. Bei einer Nadelform, wie oben gezeigt, reicht schon eine dieser Nadeln für eine Tasse.

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Freitag, 30. Januar 2009

Dong Fang Mei Ren - Oriental Beauty



Dong Fang Mei Ren ist eine Teekreation entstanden Ende des 19 Jahrhundert. In dieser Zeit wurde der Tee in Nord Taiwan meist in geringer Höhe angebaut und geerntet. Die meisten Teebauer waren Immigranten aus Fujian mit wenig Anbau Erfahrung. Sie waren nach Formosa gekommen um ein neues und erfolgreiches Leben zu beginnen. Die meisten verkauften Ihre Ernte an Ausländer für den Export. Je besser die Qualität desto höher der Preis.
Während des Sommers, wurden die Teepflanzen regelmäßig von kleinen Insekten gefressen die vorrangig in dieser Ebene vorkamen. Diese Ernte konnten sie schlecht verkaufen, denn die Qualität wurde durch die Insekten enorm gemindert. Ein Teebauer wollte ich diesem Schicksal nicht ergeben, erntete die befallenen Teeblätter ganz normal und verkaufte diese zu einem sehr hohen Preis. Wie der Zufall es wollte war eben dieser Tee so gut, dass er selbst auf dem Tisch der Königin von England landete und „Oriental Beauty“ genannt wurde.

Oriental Beauty wird manchmal auch: Bai Hao Oolong (Oolong mir weißen Haaren oder Wu Se Cha (Tee der 5 Farben, genannt.
 

Aber was ist nun eigentlich Oriental Beauty, was verbirgt sich hinter dem Namen?
Es ist ein hoch fermentierter (+/-70%) Oolong. Geerntet werden im Sommer die jungen Teeblätter, nachdem sie von den Teeinsekten gebissen wurden. Diese Bisse lösen eine Oxidation in den Blättern aus und fügen so eine süße und saure Note hinzu. Dieses ist Charakteristisch für einen Dong Fang Mei Ren. Die Blätter sind kleiner als bei einem normalen Taiwan Oolong
Roter Tee (in Europa schwarzer Tee genannt) wird am besten in einer Keramik –Teekanne zubereitet. Einige dieser Tee geben Ihre hervorragende Note auch in einem YiXing Kännchen wieder…


tee01 

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Freitag, 16. Januar 2009

Teesorten: Gyokuro - Japans Edler Tautropfen


Gyokuro ist einer der Edelsten Tees in Japan. Übersetzt heist es "edler Tautropfen".

Dieser Tee ist auch in Japan kein Alltagstee, es ist ein sehr beliebtes Geschenk und wird vor allem zu besonderen Anlässen auf den Tisch gebracht. Die Aufwenige Verarbeitung und sein aromatischer und sanfter Geschmack machen diesen Tee dazu.


Sobald die Pflanzen anfangen aufzugehen wird der Tee mit Bambus- oder Schilfmatte abgedeckt um die Blätter vor der Sonneneinstrahlung zuschützen. Wegen diesem Verfahren, bildet der Tee weniger Bitter- und Gerbstoffe und entwickelt einen hohen Chlorophygehalt. Dies trägt maßgeblich zu dem milden aber reifen Geschmack bei und verhilft dem Tee zu seiner wunderschönen edlen tiefgrünen Farbe.

Für den Gyokuro werden nur die weichesten und zartesten Blätter verwendet. Diese werden gedämpft, getrocknet und gerollt.

Der Tee sollte mit bedacht und Zeit getrunken werden. 
Zeit um den vollen aber milden Geschmack in seinem ganzen Spektrum aufnehmen zukönnen.
Gyokuro entfaltet sich am besten mit einer Temperatur von 50 - 60 Grad. Einen guten Tee kann man bis zu 5 mal aufgießen, jedoch sollte dann das Wasser wärmer sein.


Vorgestern ist der Tee bei mir angekommen. Ich hatte schon öfter davon gehört wie gut er sein sollte, diesen aber nie in meiner Schale gehabt.
 

 Milder, wohltuender Duft und klarer und aromatischer Geschmack.
Kein Alltagstee und das ist auch Richtig, seine Zubereitung erfordert etwas Geschick und doch klärt der Tee auf Arbeit meinen Kopf und versetzt mich einen Augenblick in einen schönen Traum.
 

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