Mittwoch, 10. November 2010

On Tour - Harmonische Lehre - Show in Halle

Erst einmal möchte ich mich bei den vielen Zusprüchen und Mut machenden Worten bedanken... sie haben geholfen
Asiatischer Abend in Halle
Den Abend zuvor hatten wir schon alles in den Mietwagen geladen. Sämtliche Packte, Tüten und sonstige Waren. Wir sind extra noch zu meiner Mutter in den Garten gefahren um Bambus für die Dekoration frisch zu schneiden. Um 8 Uhr am einem Samstag Morgen ging es dann endlich los.
Ich glaube ich war von allen am aufgeregtesten. Meine Show, meine Choreografie, meine Deko und mein Name hinter allem. Natürlich hatte ich Hilfe und dafür Danke ich meinen Leuten sehr. Ohne Sie hätte ich es nicht geschafft.

Um 10 Uhr waren Ferry und ich vorOrt und kümmerten uns gleich um die Deko. Ich hab hier einige Eindrücke für euch...

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3 Räume waren zu Dekorieren, die Aufgabenstellung war, schlicht und doch Asiatisch. Ich denke das haben wir geschafft. Sicher kann man das nächste Mal einiges verbessern aber die Aufgabenstellung wurde erfüllt. Gegen 14 Uhr waren wir damit fertig und der Rest unseres Showteams traff ein. Naja der Rest war noch eine junge Dame. Wenigstens konnte nun die Generalprobe losgehen...

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Unser Team bestand zum Start des Abends aus 5 Leuten. Das Vorführ- Team, bestehend aus 3, ein eigener Fotograf und zu Gast die Teeboschaft Süd - Pia.

Der Abend wurde mit Tee eingeleitet. Jeder Gast bekam eine Schale Tee zur Begrüßung. Der Gast konnte wählen zwischen 2 verschieden asiatischen Schnäpsen oder eben einer Schale Tee. Die meisten griffen zu dem was sie kannten, dem Schnaps, doch viele auch zu einer Schale Tee und davon ließen sich dann einige bei mir am Tisch nieder um mehr als eine Schale zu genießen. Überwältigend war die Auswahl des Tees. Dies war Pia zu verdanken, die das gesamte Teebotschafts-Sortiment im Auto hatte. 


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Gegen 21:00Uhr das der erste Teil unserer Show:
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Teil 2 gegen 22:00 Uhr
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Insgesamt dauerte die kleine Vorführung knappe 20min. Die Übung hatte sich ausgezahlt und es gab keine Pannen oder Aussetzer.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Auftritte... 


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Freitag, 5. November 2010

Teesorten: Oriental Beauty hat seinen Preis

Ein Oriental Beauty Tee hat seinen Preis. Doch wie kommen diese Preise zustande. Ich habe hier einen schönen Bericht gefunden und möchte euch diesen nicht vorenthalten. Noch einmal zur Erinnerung Oriental Beauty - Dong Fang Mei Ren

Bei normalen Taiwan Tee werden immer 2 Blätter und eine Knospe geerntet. Das spricht für seine hervorragende Qualität. Beim Oriental Beauty ist das anders, dort spricht ein Blatt mit einer Knospe für eine gute Qualität.
Dieses eine Blatt muss von dem Paoli Insekt gebissen worden sein. 
Die Farmer ernten im Jahr nur ein Paket von diesem einzigartigen Tee, ein Paket, kleiner als ein Volleyball mit ca. 0,6kgs.

Nur einmal im Jahr kommen die kleinen Insekten auf die Oriental Beauty Farmen, im flachen Land von Taiwan, um sich an den Teeblättern rund zu trinken. Nicht jedes Blatt wird von den kleinen Insekten gebissen und die Arbeiter müssen sehr sorgfältig nach den entsprechenden Blättern suchen. Diese werden, nach dem Biss, gekräuselt und bekommen eine gelbe oder violette Farbe und können so erkannt werden.
Die Bisse der Paoli Insekten sind für das Blatt eher wie Mückenstiche auf unserem Körper. Sie wollen an den Saft der Blätter. 

Die kleinen "Stiche" im Blatt sind unsichtbar und manche Blätter mit ernsthaften Bissen werden so angreifbar das man sie kaum noch berühren kann. Das sind Schätze für jeden Teefarmer.

Die gebissenen Blätter haben weniger Wasseranteil als gesunde Blätter. Ein Arbeiter sammelt nur ca. 0,6kgs Blätter pro Tag. 

Nach dem Verarbeitungsprozess bleibt dann nicht mehr viel an Tee übrig. Der gesamte Arbeitsprozess muss manuell von statten gehen, welche auch erhebliche Kosten verursacht.

Maschinen können bei diesem Tee nicht eingesetzt werden.

Ein schöner Tee und im original sehr schwer zu bekommen in unserem Lande. Der Tee hat seine Kosten aber es lohnt sich?

Selbst die Englische Königin ist begeistert und gab Ihm den Namen Oriental Beauty. Die tanzenden Blätter, die unterschiedlichen Farben und der feine, fast honigartige Geschmack haben sie überzeugt.

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Montag, 1. November 2010

Bambuskohle - Testergebisse


Ich nenne es einmal, das "schwarze Gold" wenn man diese Beschreibung so gelesen hat, kann man dies gut glauben.
Hier nun die Ergebnisse:

Test 1: Trinkwasser
Auf meiner Arbeit gibt es einen Wasserautomaten. Dieser filtert das Leitungswasser und bereitet es auf. Bekanntlich ist ja deutsches Leitungswasser gut trinkbar. Nach dem Filter ist das Wasser recht gut, hat aber immer noch einen leicht säuerlichen Geschmack.
Im ersten Versuch hab ich tagsüber ein Stück Bambuskohle in mein Wasser getan. Abends dann, holte ich ein weiteres Glas Wasser aus dem Automaten und machte den direkten Vergleich.
 
Ergebnis:
Das Wasser mit der Kohle war zwar etwas trüber aber voll Energie. Auf der Zunge war es seidig weich und ohne den erwähnten säuerlichen Geschmack. Ganz weich und beinahe süß


Test 2: Teewasser
Noch am selben Abend als die Bambuskohle mit der Post eintraf, gab ich ein Stück davon in meinen 5 Liter Teewasserkanister.
Am nächsten Abend nahm ich mir dann die Zeit für eine Schale Tee. Nach dem super Ergebnis von dem Trinkwasser Experiment beflügelt.
Der Tee bekam eine Leuchtende Farbe und der Geruch war herrlich blumig und seidig. Im Geschmack ist er viel weicher und man kann sehr viel mehr Nuancen raus holen.


Test 3: Kohle direkt im Wasserkocher
In der Beschreibung steht, wenn man die Kohle direkt in den Wasserkocher gibt, soll dieser nicht verkalken und das Wasser optimal für den Tee vorbereiten.
Hierbei wurde mein Tee allerdings sehr dunkel in der Farbe, er hatte nicht mehr die Leichtigkeit im Duft wie ich es vorher bemerkt hatte. Auch im Geschmack war er herber und man konnte nur wenige Aufgüsse damit herstellen.

Der Wasserkocher mag nicht verkalken aber ich mochte den Tee der auf diese Art entstand überhaupt nicht.


Fazit:
Bambuskohle werde auch ich weiter empfehlen und vor allem weiter nutzen. Sie wird einen festen Bestandteil in meinen Teeutensilien sein. Die Lobes reden der vielen Meister waren also nicht umsonst...

Donnerstag, 28. Oktober 2010

On Tour - Teezeremonie im Teeteufel


Nun ist es schon ein paar Tage her aber ich möchte nicht missen euch ein bisschen von diesem Event zu erzählen.

Es war das Hauptmannsfest am 16. Oktober. Am Hauptmannsfest sollten sich die Menschen der Altstadt Köpenick kleiden wie 1906. Man sah viele in diesem Aufzug was ein wunderbares Flair hervor rief. In dieser Umgebung fand unsere Teezeremonien statt.
Micha stellte mir 2 Teesorten zur Verfügung die ich für die Zeremonie nutzen konnte. Ich wählte einen "Tie Guan Yin" und einen "Milky Oolong". Der "Tie Guan Yin" war nichts besonderes, ein leicht blumiges eher Grüntee ähnliches Aroma. Der Milky Oolong dagegen überraschte mich. Er war entgegen den Tees die ich bisher getrunken hatte mit einer Vanille/ Karamell Note versehen. Die Blätter rochen leicht danach, der Geschmack aber war eindeutig Vanille. 2 Verschiedene Tees überzeugten auch die Besucher. Diese Art der Teebereitung hatten bisher wenige gesehen und Sie waren durch weg interessiert und es machte allen Spaß.

Teekunst heißt Leben für mich, deshalb lege ich auch wert darauf das eine Teezeremonie mit Spaß und Freude verknüpft ist. Es ist keine Steife Angelegenheit sondern soll dem Betrachter Inspiration schenken. Das sagte ich den Besuchern bevor ich anfing Tee zu machen. Tee ist lernen und es gibt zwar einige Faustregeln aber nichts ist unmöglich.
Oft werde ich bei solchen Veranstaltungen nach Ziehzeiten oder Mengen gefragt. Es gibt keine Ultimativen Regeln, es gibt nur probieren und experimentieren. Ein Tee der mit Blumig schmeckt, schmeckt jemand anders vielleicht stark besser.
Jemand fragte mich was den so besonderes an dem Tee ist, es sei doch nichts anderes als Tee in die Kanne und Wasser drauf.
Stimmt, es ist nichts besonderes, es ist einfach eine Kanne + Wasser + Teeblätter = Tee... nicht mehr und nicht weniger. Es ist kein Geheimnis, es ist ganz einfach. Im Prinzip kann ein jeder Tee zubereiten. Doch wer macht sich die Mühe den Tee auch zu genießen und sich Zeit dafür zu nehmen? Das ist es was ich vermitteln möchte, Tee zu achten und zu genießen mit all unseren Sinnen und dabei Freude zu empfingen. Freude am Tee und an der Geselligkeit.



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Mittwoch, 20. Oktober 2010

Bambuskohle


So lange habe ich nach diesem kleinen Wunder gesucht.
Bambuskohle wurde mir von fast jedem Teetrinkenden und Teemeister empfohlen. 


Bambuskohle wird aus kleinen Stücken des Bambus hergestellt. Die Pflanzen sind 5 Jahre oder älter. Diese werden in einem Ofen mit einer Hitze um die 800°C erhitzt.

Bambuskohle ist ein sehr Umweltfreundliches Material welches vielseitige Eigenschaften besitzt und eine hervorragende absorbierende Wirkung hat.
Bambus hat eine einzigartige Mikro-Struktur, nach der Verkohlung wird er noch effektiver.


Bambuskohle kann genutzt werden für:
- Wasser Reinigung, beseitigt organische Substanzen und Geruch
- sterilisiert Trinkwasser , entfernt Chlor aus diesem
Gib die Kohle in das Wasser während Du Tee oder Reis kochst. Die Kohle
absorbiert sämtliches Chlor, Chemie oder schlechte Gerüche des
Wassers. Mineralien die sich im Bambus befinden werden freigesetzt
während des Reis oder Tee Kochens.
- legen sie ein Stück Bambuskohle auf ein elektrisches Gerät, z.B.
Fernseher oder Computer. Bambus Kohle hat eine wunderbaren
elektromagnetische Schutzeigenschaften
- Platziere etwas Kohle in Deinem Tiefkühlschrank gegen Gerüche. Ein
extra Stück im Gemüse nimmt Ethengas auf und hält die Früchte und
Gemüse länger frisch.
- lege etwas der Kohle in Wasser, für 4 bis 5 Stunden, um Dein
Trinkwasser aufzubereiten. Bambuskohle wirkt antibakteriell und
entfernt Giftstoffe und verbessert den Geruch und Geschmack.
- ein Stück im Aquarium hält das Wasser sauberer und lässt die Fische
gesünder sein.
- lege ein Stück in Deinen Kleiderschrank um diesen Trocken zu halten
und die Kleidung oder Schuhe frisch riechen zu lassen
- Bambuskohle kann Feuchtigkeit absorbieren, Gerüche und Gase im Bett
entfernen. Es erhält die frische des Bettes und ist somit perfekt
für einen guten und Erholsamen Schlaf.
- in einer warmen Badewanne relaxen mit einem Stück Bambuskohle. Die
Mineralien setzen sich im Wasser frei und versorgen die Haut mit Ihnen.
Es sorgt für weiche Haut und einen gesunden Blutkreislauf

Was für ein Wundertalent. Da hoffe ich doch das nur die hälfte davon stimmt und ich bin Glücklich. Besonders auf das Teewasser bezogen :D
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Samstag, 2. Oktober 2010

Damaskus Teil 2

Vor lauter Aufregung konnte ich kaum schlafen. Meine Schlafstätte teilte ich mit Saris Schwester, schon lange bin ich es nicht mehr gewohnt mein Bett zu teilen.
Trotzdem war ich nach nur 3 Std. Schalf hellwach. Um 10 Uhr sprang ich voller Energie aus dem Bett und wollte meine neue Familie begrüßen.
Doch die war noch nicht wach. Wenn ich zu Hause um diese Zeit aufstand dann werde ich als "Langschläfer" bezeichnet und hier war noch kein Mensch wach?!
Ich wollte in die Stadt, ich wollte mein neues zu Hause erkunden und keiner war da. Allein mit meiner Unruhe ging ich wieder zurück ins Bett. Doch schlaf fand ich keinen.
Um 13 Uhr regten sich die ersten Bewohner.


Man zeigte mir die Wohnung und ich konnte eine Dusche nehmen. Bei einem 6 Personen Haushalt ist es eine tägliche "Challenge" warmes Wasser zu erhalten. Doch als Gast hatte ich einen guten Status was mir meine erste Dusche in warm sicherte.
Sari besorgte mir ein Frühstück. Eine Art Pizza mit Thymian. Etwas trocken aber eine Tasse Tee dazu und alles geht runter.
Nun wollte ich aber die Welt erkunden. Doch Sari teilte mir mit wie ungewöhnlich Spaziergehen in Syrien ist. Die meisten Leute verbringen Ihre Tage zu Hause und schauen Fern. Sie gehen selten raus und wenn, dann zu Freunden um bei diesen fern zu sehen.
Die älteste Stadt der Welt und ich sollte zu Hause bleiben und Fern schauen. Das geht ja mal gar nicht!
Ich pochte also auf mein Recht und Sari musste wohl oder übel raus.
Er führte mich durch die Strassen. Es waren wirklich nicht viele Menschen auf den Strassen. Doch das Stadtbild war im hellen sehr angenehm. Die Kirche neben einer Moschee und umgekehrt.
Ich sah kaum Frauen mit Kopftüchern und wurde auch nicht angestarrt. Ich fühlte mich sehr wohl und hätte kein Problem damit allein durch die Strassen zu streifen.


Anders als erwartet jagte die Stadt mir keine Angst ein. Der Spaziergang war kurz aber er erfüllte mein Wissbegieriges Herz ein bisschen.
Abends erst, ich war todmüde aber voller Energie, nahmen mich die Jungs in die Altstadt von Damaskus mit.
Diese war vollgestopft mit Menschen. Enge Gassen, alte Häuser, ein Laden an den nächsten gedrängt. Lebendig!


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Die engen Gassen gleichen einem Labyrinth.
Sie besuchten mit mir das beste China Restaurant in ganz Syrien.
Ja geht’s noch? Ich fliege nach Damaskus um chinesisch zu essen?
Man sagte mir dass der syrische Koch in China kochen gelernt haben soll. Das merkte man seinen Speisen gar nicht an und auch sonst war das Restaurant eher schmuddelig mit gratis Kakalaken auf der Toilette.

Der erste Eindruck der Stadt:
Eine lebendige und pulsiriende Metropole. Man merkt der Stadt die Veränderungen und die langsam einschleichende Moderne an.
Die Menschen sind freundlich und angenehm.


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Damaskus GasseKoran Schule

Freitag, 1. Oktober 2010

Damaskus Teil 1

Lange musstet Ihr warten. Ich musste mich nach meinem Besuch in Damaskus erst einmal sammeln und wieder in meine Welt zurück finden. Zu viel ist seitdem passiert und wenn man denkt alles ist gut, bekommt man wieder einen Schlag und wacht auf, kehrt in die Realität zurück.
Ich will aber nun von meinem Besuch in der Hauptstadt Syriens erzählen. Von meinem Abenteuern und meiner neuen Familie.

Von Sari hab ich ja schon das eine oder andere mal berichtet. Er ist ein Mensch der mich berührt und mir sehr nahe ist. Er versteht mich und kennt mich von allem am besten. Er ist wie ein richtiger Bruder für mich. Darum war ich froh seine Familie kennen lernen zu dürfen und an ihrem Leben teilhaben zu können, zumindest für eine Woche. Das das Leben anders für mich sein würde, dass war mir klar aber wie das sollte ich heraus finden.
Ich hatte Sari zuvor nie gesehen, immer haben wir Stundenlang uns online unterhalten und uns vor allem durch die Kampfkunst verstanden. Sari trainiert seit Jahren die Kampfkünste. Momentan Kick Boxen.
Ich war nervös als ich am Flughafen von Damaskus landete. Was erwartet mich? Werde ich abgeholt? Wie reagiert die Umwelt auf mich?
Der erste Eindruck als ich aus dem Flugzeug stieg? Nichts, ich sah nur weite... vielleicht ein Feld aber kein Haus. Erst als ich in den Bus stieg konnte ich das Flughafengebäude erkennen das sich hinter dem Flugzeug auftat. Flughafengebäude? Es sah eher wie ein Gartenhäuschen aus. Nun das ist vielleicht übertrieben aber groß war es nicht gerade. Ein Flughafen für eine Großstadt? Eine Hauptstadt? Was hatte ich erwartet?
Wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich nichts erwartet. Ich wollte die Reise auf mich zukommen lassen und mich Überraschen lassen.


Zuerst aber musste ich durch die Zollkontrolle und das war ein wirklicher Gedultsmarsch für mich. So eine langsame Bürokratie hatte ich zuvor nur in der syrischen Botschaft erlebt. Gut das ich mein Visum schon hatte aber auch das half mir nicht durch die Kontrolle ohne 1 Std. Wartezeit.
Der Zollbeamte war nett aber er verstand kein englisch und mein arabisch ist, nun wie soll ich sagen... noch nicht vorhanden. Es ist schon komisch sich nicht verständigen zu können... aber auch irgendwie interessant, man nimmt Mimik und Gestiken wesentlich genauer wahr als sonst. Zwar quatschte der Beamte arabisch aber ich merkte doch, dass es wenig mit meinem Pass zu tun hatte. Naja stur lächeln und Winken war meine Devise.
Nach 90min war ich durch die Kontrollen und wartete weitere 30 min auf mein Gepäck. Würde Sari so lange warten?
Der Flug hatte ohnehin schon Verspätung.
Er wartete und war mindestens genauso nervös wie ich. Sein Bruder Samer war ebenfalls am Flughafen und brachte mich wohl behalten in mein neues zu hause. Es war nun 4 Uhr Nachts und ich war müde aber zu aufgeregt um schlafen zu können. Im Auto war mein Blick auf die Straßen und Schilder gerichtet.


Ich war in China unterwegs und kannte somit das Gefühl kein Straßenschild lesen zu können.
Der Flughafen war etwas außerhalb der Stadt.
Sari war wohl aufgeregter als ich, als ich im Auto saß konnte ich mich nun endlich entspannen, ich war in Sicherheit, musste kein Hotel irgendwo suchen.
Ständig entschuldigte Sari sich das sein Haus nicht so luxuriös ist wie es sich gehörte.


Das war es doch aber was ich wollte. Ich wollte leben wie ein normaler Mensch. Ein Luxushotel hält mich von den Menschen fern aber ich wollte sie kennen lernen und mit Ihnen reden und Ihre Geschichten hören. Ein Bett zum schlafen und ein Dach über dem Kopf war alles was ich brauchte.
Das Auto fuhr in die Stadt und das erste was ich hell erleutet sah war eine Kirche und gleich daneben eine Moschee. Was für ein Stadtbild.
Wir fuhren durch enge Gassen, an kleinen Läden vorbei. Ich bekam den ersten Eindruck von meinem neuen zu hause. Die Häuser waren nicht hoch, auch nicht schön und doch fühlte ich die Stadt leben.


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Angekommen lernte ich gleich die ganze Familie kennen. Ich war überrascht das sie alle so gutes Englisch sprachen und ein bisschen betrübt das ich somit wahrscheinlich kein arabisch lernen würde. Saris Mutter hingegen sprach kein Englisch und mit Übersetzungskraft konnten wir gut kommunizieren. Sie hießen mich freundlich und warm willkommen.
Ja hier hatte ich nun meine 2te Familie gefunden, Saris Vater war noch nicht da. Erst ein paar Tage später durfte ich auch diesen interessanten Menschen kennen lernen... Jeder ist auf seine Weise etwas besonderes.
Bald jedoch sollte ich merken wie anders das leben hier wirklich ist...

meine ersten Tage folgen bald... 

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Freitag, 28. Mai 2010

Teesorten: Jasmintee - Drachenperlen


Der Jasmintee, Drachenperlen, gehört zu den beliebtesten Tees in unserem Land. Wenn man ihn denn kennt. Leider ist er zu unbekannt und kaum ein Teegeschäft führt ihn, dabei mag ihn jeder der diesen zum ersten Mal probiert.

Jasmintee kennt fast jeder der schon einmal chinesisch essen war. Meistens wird in einem Chinarestaurant auch statt Grüntee, ein Jasmintee gereicht. Der Duft begeistert, es riecht nach frischem Jasmin und mit viel Zucker, um die schlechte Qualität zu verbergen, schmeckt dieser Tee sogar.

Ich habe heute einen besonderen Tee für euch den ich gern vorstellen möchte. Wer diesen probiert wird begeistert sein!

Guten Jasmintee erkennt man nicht an der Menge der Jasminblüten die im Tee noch enthalten sind, guten Jasmintee erkennt man daran dass eben keine Jasminblüten mehr enthalten sind.
Bei der Verarbeitung werden die Grünteeblätter mit den Blüten vermischt, sie nehmen den Duft der Blüten auf, und später wieder in Kleinstarbeit herunter gesammelt.
Unser Drachenperlentee wird dann noch aufwendig zu kleinen Kugeln/ Perlen gerollt.
Der Tee stammt meist aus der Region Fujian/ China.


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Den Tee kann man mehrere Male aufgießen und er verliert kaum etwas von seinem Duft und sanften Geschmack.
Jedem dem ich den Tee bisher gereicht habe, bestätigt mir das man hier keinen Zucker braucht. Er duftet angenehm sanft und erfüllt Nase und Gaumen mit der Leichtigkeit der Jasminblüte.
Er regt zum Träumen an.


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Nachdem man den Tee aufgegossen hat, öffnen sich die Perlen langsam und zeigen die schönen Teeblätter. Auch das Zuschauen ist ein Genuss.
Das Wasser bei diesem Tee sollte allerdings nicht zu heiß sein. Ich empfehle ca. 80Grad heißes Wasser.
Teeperlen gehören in die Kategorie der Teeblumen.


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Auch für das Büro ist der Teegeeignet, da er kein Teefilter oder ähnliches benötigt. Die Blätter sinken nach kurzer Zeit auf den Boden der Tasse und der Tee lässt sich ohne große Störungen schlürfen.
Im Büro empfehle ich 6-8 Kugeln pro Tasse und dann entweder bei zu milden Geschmack erhöhen oder zu starken verringern. Denkt daran jeder mag seinen Tee anders und deshalb ist spielen mit der Dosierung durchaus erlaubt.


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Jasmintee wirkt belebend, erfrischt Körper und Geist. Sein Duft stärkt das Gemüt und verscheucht die Traurigkeit. Es ist ein Tee um in Geselligkeit zu verweilen aber auch um allein bei einem guten Buch in die Traumwelt ab zu tauchen.
Es ist kein Tee für zu spät Abends, da Jasmintee eine Menge an Koffein enthält.


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Sonntag, 23. Mai 2010

Teesorten: Matcha - Japanischer Pulvertee

Matcha (bedeut. geriebener Tee) und ist ein japanischer Tee. 
Es ist Teepulver das zu Tee "geschlagen" wird.

Beim Matcha Genuss werden die Teeblätter im ganzen zu sich genommen.

Matcha gehört in die Königsklasse des Tees. Er ist sehr teuer, wenn es ein Original aus Japan ist. 
Es gibt auch Kopien aus Taiwan und Korea die aber dem japanischen nicht im geringstens an Geschmack und Wirkung nahe kommen. 
An der Farbe zeigt sich schon der Unterschied, hier ein Beispiel heutzutage aus China:

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Der Ursprung dieses Tees liegt jedoch in China und in Japan wurde der Anbau und die Verarbeitung verfeinert und ausgefeilt, perfektioniert.

Nur Matcha wird bei der japanischen Teezeremonie verwendet und das seit Anbeginn. 

Matcha wird aus Tencha hergestellt, der auf Schattenfeldern
(Ooishita-en) wächst. In den Zeiten zwischen Mitte April bis
zur Ernte werden die Felder abgedeckt, so das sie nur wenig
bis kein Sonnenlicht abbekommen.
Nach dem pflücken werden die Blätter gedämpft und
getrocknet. Da die Intensität des Tees in pulverisierter Form
schnell and Geschmack undgeruch verliert werden die Blätter
als ganzes gelagert.


Matcha hat, im Gegensatz zu anderen
Grüntees 100 % der wertvollen Inhaltsstoffe.
Der Tee ist reich an Aminosäuren, Vitaminen, Mineralien
und antioxidativem Catechin. 


Ich kann mich noch genau an meine erste Begegnung mit diesem Tee erinnern. Stark, bitter war er nur beim nippen an der Schale. Es zog mir wegen der Stärke fast die Schuhe aus.
Doch nachdem ich einen Schluck gekostet hatte und die Minuten vergingen, wurde der Geschmack im Hals immer milder und angenehmer. Der Tee wurde im Gaumen sanft und umschmeichelnt.
Ich hatte nach einigen Minuten den Eindruck des ersten Schluckes fast völlig vergessen.


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Mittwoch, 12. Mai 2010

On Tour - Teehaus in Bad Kreuznach


Ein paar Tage bin ich nun wieder in Berlin.
Nach meinem China Aufenthalt besuchte ich noch meinen Freund, dieser wohnte in der nähe von Bad Kreuznach. Einem kleinen und hübschen Städtchen.


Die Sonnenstrahlen verfolgten mich und er wollte mir die Stadt zeigen.

In der kleinen Einkaufsgasse entdeckte ich einen kleinen Teeladen. Teeläden in kleinen Städten sind eigentlich uninteressant für mich. Dort gibt es meistens ein breit gefächertes Angebot von Erdbeer-Sahne Tee oder Ananas-Pflaume-Lychie-Banane Tee. 
Umso erstaunter war ich als ich ein kleines chinesisches Teekännchen auf dem Teeladen Banner entdeckte.
Der Laden roch nach Früchtetees als ich diesen betrat. Ich wollte umgekehren doch die Neugier trieb mich voran. Tatsächlich wurde ich fündig, wenn man weiter durchgeht kann man ein schönes Angebot an chinesischen Teekännchen und -tischen entdecken. Auf meine Frage nach chinesischen Tees holte der Ladenbesitzer seine Schätze raus. Tie Kuan Yin, Gao Shan, Pu Erh Cha... all das erwartete ich nicht in dieser Stadt.


Hinter seinem Teeladen hat er ein kleines „Teecafé“ Stilvoll und zum Wohlfühlen eingerichtet. Auch ein Teegarten ist vorhanden.
Hier ist wirklich ein Paradies geschaffen für eine Schale Tee.
Man erkennt sofort die liebe zum Tee und den Genuss.

Wer zufällig in Bad Kreuznach ist sollte sich dieses kleine Tee-Paradies nicht entgehen lassen...

Teehaus Weber
Kreuzstraße 42
55543 Bad Kreuznach
Tel. 0671 35519 


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