Freitag, 1. November 2013

Matcha im Vergleich

Wenn man sich mit Tees jenseits von Früchte- und Kräutertees beschäftigt, dann kommt man an Matcha gar nicht vorbei und auch wenn man sich mit gesunder Ernährung beschäftigt läuft einem früher oder später Matcha über den Weg. Möchte man das "Wundermittel" dann auch ausprobieren, wird man gleich von dem recht hohen Preis zurück geschreckt. Man sucht nach einem möglichst günstigen Matcha, da man ja auch noch gar nicht weiß, ob er einem schmeckt.
Auf der Suche nach einem erschwinglichen Matcha bin ich bei dem von Arche gelandet. Mit etwa 15 Euro ist man da recht günstig unterwegs, zudem war es der Einzige, der auch in meinem Bioladen angeboten wurde.
 Matcha= Matcha, dachte ich, zumindest wenn es kein "Kochmatcha" ist. Tja, falsch gedacht, und zwar ganz gewaltig! Ich durfte nämlich bei Ye Min den Matcha von Koyamaen kennenlernen. Leider leider habe ich bis dahin über zwei Jahre mit Arche-Matcha verbracht. Und eigentlich habe ich mich wirklich gequält, aber was tut man nicht für die gesunden Wirkstoffe >.<
Also, macht ihr nicht den Fehler und fangt mit dem falschen Matcha an ;)
Hier kommen die Unterschiede:
Links Arche, Rechts Koyamaen
  
 1. Die Farbe des Tees. Links sehr ihr die Dose von Arche, rechts die von Koyamaen. Der Archetee ist graustichig, so im Vergleich eigentlich gar nicht ansprechend. Mir war schon klar, dass der von Arche keine allzu gute Qualität hat, da überall von dem wunderschönen Grünton des Matcha geschwärmt wird...
Arche
Koyamaen, leicht durch das Wasser angelöst
2. Der Schaum des Tees. Auch der Schaum ist ein Indikator für die Qualität des Matcha. Hier seht ihr den Schaum direkt nach dem Aufschlagen der beiden Tees:
Arche
Koyamaen
Da braucht man doch fast nichts mehr zu sagen, oder? Der Schaum des Archetees ist sehr instabil, ja man braucht sogar relativ viel Matcha um überhaupt Schaum zu bekommen. Nach weniger als zwei Minuten sieht das dann schon so aus:
Hübsch oder? Nein, das ist wirklich sehr traurig. Ich habe schon Rezepte gelesen, für die man nur den Matchaschaum benutzt und dachte immer, woher die Leute den bekommen.
Im Vergleich dazu schaut euch doch mal den Matcha von Koyamaen nach zwei Minuten an:
Und die Lücke ist nur entstanden, weil ich aus der Schale getrunken habe =D Der Schaum ist luftig und sehr stabil, er verflüchtigt sich kaum. Wie bei einem guten Bier freut man sich hier richtig über den Schaum.

Kommen wir zu dem dritten und entscheidenden Unterschied:
Der Geschmack. Jetzt erfahrt ihr, warum ich mich gequält habe. Ich bin kein allzu großer Freund von Algen. Von Algen im Aquarium...und nach abgestandenen Algen schmeckt der Archematcha. Er ist einfach sehr algig, dazu bitter und hinterlässt einen trockenen Geschmack. Insgesamt also eher unangenehm.
Und jetzt *trommelwirbel* der Geschmack des Koyamaen Tees: Es schmeckt kein bisschen nach Algen (ich dachte das wäre typisch Matcha...), er ist angenehm leicht und schmeichelnd im Mund. Insgesamt schwer zu beschreiben, also würde ich DAS typisch Matcha nennen.

Ich freu mich ein bisschen wie ein kleines Kind, jetzt kann ich mir auch vorstellen, den Matcha jeden Morgen zu genießen, vorher war es eher eine Überwindung...
Den Matcha von Arche werde ich wohl irgendwie verbacken und verkochen...

Herbstliche Grüße,
Atessa

PS: Das Beste habe ich euch bist jetzt vorenthalten: Der Koyamaen Matcha kostet auch nur 15 Euro ;) Hätte ich das mal alles eher gewusst...

Kommentare:

  1. Interessant zu hören! :) Ich hatte Macha für mich abgehakt, weil mir der von Arche nicht gefallen hat. Woher soll man auch wissen, dass er von schlechte Qualität ist, wenn man noch keinen Vergleich hat...

    AntwortenLöschen
  2. Im Prinzip hätte man also den Test gleich nach nach dem Vergleich der Farben des unberührten Matchas, den Test beenden können :-)

    AntwortenLöschen
  3. Ein guter Bericht.

    Ich habe ja einige vegane Kochbücher und koche ja selbst gerne - siehe Blog - und da kommt Matcha ja schon fast abnormal oft vor. Ich habe dann mal den Preis gesehen und dachte mir "boah, heftig!". Ich gebe gerne Geld für Gutes aus, aber das war schon mir etwas zu hoch. Besonders, weil ich nicht weiß, ob es sich wirklich lohnt. Daher ein fetten Dank an dich!

    Mephi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn Du Matcha nur zum backen verwenden möchtest, dann reicht auch ein einfacher Kochmatcha. Der ist nicht so teuer und ein Teelöffelchen bewirkt schon wunder beim Geschmack

      Löschen
  4. Ich bin ein großer Tee-Trinker und schon lange auf der Suche nach einem Matcha-Tee. Hab auch schon einige tolle Rezepte gefunden die ich unbedingt nachbacken möchte.
    Danke dir für den Link :-)
    Lg Steffi

    AntwortenLöschen
  5. Hallo, danke für Deine Erklärung. Ich habe auch angefangen, Matcha zu trinken und natürlich Arche Matcha gewählt. Der riecht und schmeckt wirklich nach Algen. Ich habe mich schon gefragt, ob die da was Fischiges reingepackt haben, um die grüne Farbe hinzukriegen? Aber ich dachte, was im Bioladen verkauft wird, muss ok sein. Deswegen danke :-) für Deinen Tipp. Jetzt meine Frage, welche Sorte des Koyamaen Tees hast genommen? Lg Tanja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Tanja,
      ich habe den Aoarashi Q1 von Koyamaen. Hier ist der Link dazu:
      http://www.gruener-tee-koyamaen.de/matcha-tee-aoarashi-40g,i1.htm
      Vom Preis ist das nämlich das Gleiche wie beim Arche-Tee ;)
      Gruß,
      Atessa

      Löschen
  6. dieser Artikel gibt auch noch ein paar hilfreiche Infos bzgl. der Wirkung von Matcha: http://pagewizz.com/matcha-was-das-grune-pulver-wirklich-kann-31814/

    AntwortenLöschen