Dienstag, 6. Juni 2017

Zu Besuch bei Jan Kollwitz - Teil 3 - Abschluss


Ein Feuer prasselt leise im Kamin. Große Holzscheite verbrennen langsam zu Asche. Wir sitzen am großen Tisch mit einer sehr beeindruckend wirkenden, wie mit geharkter Oberfläche versehenden Platte. Grüner japanischer Tee, frisch zubereitet, steht vor uns in mit Symbolen verzierten Tonbechern. Der Tee schmeckt angenehm und leicht, erfrischt uns.



Ich habe diesen Moment der Ruhe genossen. Das Gespräch drehte sich um den Ort hier, wie wir hierhergefunden haben, was unsere Interessen so sind. Wir sprechen über die Bücher, über die Entstehung des Ofens und über die Keramik, wie alles zusammenhängt.
























Interessant, wie sich in der Keramik die Blumen zeigen, wie man mit wenig einen Raum dekorieren kann.




Es klingelt wieder und mit Entschuldigung enteilt Herr Kollwitz um weitere Gäste hereinzulassen. Aus einem kurzen Moment werden längere, weitere Gäste kommen dazu.
Nun sitze ich hier, wartend, vor dem Teller, den ich schon eine Weile da hinten am Fenster liegen sah.  Nahm mir die Freiheit schon mal nachzusehen, ihn in die Hand zu nehmen und letztendlich auch zum Tisch mit hinüber zu nehmen. Im Spannungsfeld zwischen der Familie, die nun schon leicht unruhig wirkt, weiter ziehen möchte und dem Herrn Kollwitz, der nicht zurückkommt, sich nur ein weiteres mal kurz entschuldigend blicken lässt um erst einmal noch etwas Teekeramik zu verkaufen, nur weil ich diesen Teller gern mitnehmen würde.
Eigentlich könnte ich ewig so sitzen, den Raum auf mich wirken lassen, das Feuer im Kamin runter brennen sehen, sanduhrgleich.


















Ja, so hatte ich mir das vorgestellt und habe es seit dem auch schon einige male genossen in verschiedenen Zusammenstellungen.


















Also es wurde letztendlich dann wirklich gekauft und wir konnten uns dann auch mit herzlicher Freude voneinander verabschieden. Nach einem Abstecher zum Kloster von Cismar, dass gleich „schräg gegenüber“ liegt habe ich auf dem Weg zurück in mein Quartier die Freude gespürt, die dieser erlebnisreiche Tag für mich bereitete.





Ich denke, dass ich kein Sammler bin. Für mich muss auch immer ein Gebrauchswert mit dem Objekt verbunden sein. Ich habe dort viele schöne Dinge gesehen, von denen ich aber nicht gerufen wurde. Viele Vasen und Gefäße bräuchten auch einen Raum von entsprechender Größe und Ausstattung um sie wirken zu lassen. Überraschend, dass mich keiner der Teebecher zum Mitnehmen überzeugen konnte. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich zu wenig japanischen Tee trinke und mir chinesische Oolongs dafür eher ungeeignet erscheinen. Diese Becher sind relativ groß für die Gongfucha. Und wahrscheinlich waren die für mich interessanten Formen auch gerade nicht mit dabei.



Jan Kollwitz sagt, dass er eine Ausstellung für Berlin vorbereiten wird . Und da werde ich dann bestimmt auch vorbeischauen.

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