Donnerstag, 14. September 2017

Zwei helle Gushu im Vergleich



ca. 1500 Jahre alte Sehenswürdigkeit
typische Olovenbäume












Auf Zakynthos – Griechenland habe ich einen 1500 Jahre alten Olivenbaum gesehen. Auch dort wird das Alter der Bäume anhand des Stammdurchmessers geschätzt. Aber auch an  anderen Orten auf der Insel sah ich Bäume mit beeindruckendem Stammdurchmesser. In einer Olivenpressfabrik konnte ich dann die Verarbeitung sehen und den Geschmack des Olivenöls probieren. Das Öl der alten Bäume hatte für mich einen interessanten, intensiven, „runden“ Geschmack, auch wenn ich diesen nur als gegeben annehmen konnte.



Bei Puerh ist das ähnlich. Ich kann diesen Geschmack nur als gegeben annehmen und akzeptieren. Dass es sich dabei um alte oder sehr alte Bäume handelt ist für mich nur schwer zu unterscheiden. Und darum dieser Versuch.


Da ich zwei kleine Scheiben von Bäumen unterschiedlichen Alters besitze, dachte ich, sie direkt parallel zu probieren
Bingdao Gushu Sheng Frühling 2017, links 100 bis 300 Jahre, rechts ca. 1000 Jahre. So die Angaben von Nanyi aus Berlin, wo ich diese beide gekauft habe.


Ob leichte Variante mit 1,5g auf 75ml, 90 Grad, 2min., 1min., 1min.15, …
oder konzentriert mit 1,5g auf 45ml, 90 Grad, 1min.,30s., 1min., …
Beide Pu’s sind sich schon sehr ähnlich bis, für mich als Hobbytrinker, gleich.
Der von jüngeren Bäumen ist schneller da, etwas kräftiger, kantiger, eher typisch Puerh am Anfang. Der von älteren Bäumen ist etwas zögerlicher aber ergiebiger, länger präsent über die Aufgüsse hinweg, weicher, intensiver, komplexer im Aroma.


Beide sind etwas kräutrig, leicht Puerhtypisch aromatisch, mit sich entwickelnder Süße, wenig bitternd und mit hellen Früchten wie Pfirsich lange präsent im Mund. Sie sind jung und frisch (Pflückung), wie eben der Frühling, schmecken sauber und haben Kraft, die sich anregend zeigt.


Für mich ist es echt schwer, den deutlichen Unterschied zu erkennen. Ja, subtil, wenn ich genau darauf achte, ist etwas zu erkennen. Aber wenn ich sie einzel angeboten bekommen würde, wüsste ich wahrscheinlich nicht einzuschätzen, welcher der von den älteren Bäumen ist.


Ein zwischenzeitliches Problem war noch das Wasser. Da ich nach dem Urlaub eine neue Britta Patrone benutzte, war ich erst etwas negativ von den Tees überrascht. Mit gekauftem Quellwasser war es dann deutlich besser.




Kommentare:

  1. Das ist ein sehr Spannendes Experiment. Ich werde da auch mal drauf achten. Ich persönlich komme an die Sheng Pu Erhs überhaupt nicht ran. Für mich muss es ein guter Shu sein, also ein alter dunkler Tee.

    Danke

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  2. Ja, da ich mich ganz allgemein immer mal wieder mit Puerh beschäftige und selbst feststellen konnte, dass manche Sorten nicht gut für meine Verdauung sind, wollte ich ergründen, inwiefern Gushu da angenehmer ist. Junge Sheng behandle ich da fast wie Grüntees.
    Aber eigentlich könnten sie lieber noch etwas liegen.
    Jetzt im Oktober sind dann die dunklen Gushu endlich dran. Ich wurde schon danach befragt. Gerade heute schon mal einen Shupu ohne Guushu als gewissermaßen Vergleich getrunken. Erdig, Waldboden, weich und etwas cremig, mit leichter Süße...

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