Zum Tee mit...

Gestern Abend saß ich beim Tee nach einem Ereignisreichen Wochenende. Ein Wochenende das meine Gedanken und Gefühle durchgeschüttelt hat. Es hat mir bewusst gemacht, was Tee bedeuten kann und wie spannend die Arbeit ist die ich hier mache. In letzter Zeit wurden die Themen sehr sachlich aber ist Tee nicht auch Magie und Sinnlichkeit? Kann Tee einen nicht auf eine imaginäre Reise mitnehmen? Ein Schluck deines Lieblingstee weckt die Gefühle die Du mit diesem verbindest. Ein Schluck kann dich an einen anderen Ort schicken, an einen Ort an dem Du diesen Geschmack das erste mal wahrgenommen hast. Vielleicht erinnert er dich aber auch an die Person die Du einmal warst.
Meine Gedanken kreisen also und ich habe diese Idee für diese neue Blog Rubrik. Eine Rubrik, die mich aus dem Altag holt und mir neue Herrausforderungen stellt.




"Zum Tee mit..." stellt sich folgende Fragen:

Mit wem würde ich gern eine Schale Tee teilen?
Welcher Mensch inspiriert mich zur Zeit in meinem Leben?
Warum möchte ich diesem Menschen eine Schale Tee bereiten und was hat er davon?
Welchen Tee würde ich für diese Person wählen und warum?
Wie würde ich mein ChaXi gestalten?

 Es wird eine phantastische Reise mit einer imaginären Schale Tee für jemanden der mich in meinem Leben gerade inspiriert oder weiter bringt. Diese Person muss nicht mehr am Leben sein.

Jeder Tee ist so unterschiedlich und hat so viele verschiedene Facetten wie jeder Mensch unterschiedlich ist. Deshalb ist es spannend wie ein Teemeister, in meinem Fall Schüler an die Sache rangehen würde. Wie könnte ich die ein oder andere Person abholen und mit einer Schale Tee berühren oder glücklich machen.
Ich möchte euch inspirieren und euren Teeweg positiv beeinflussen.








Kommentare:

  1. Boa, ist das eine schwere Frage!
    Aber eigentlich nur, weil damit so viele Erwartungen verbunden sind.
    Natürlich könnte ich, passend zum blogThema jemanden einladen, der Teemeister ist. Aber ich fürchte, dass ich damit eher über das Ziel hinausschießen würde. Wenn ich bedenke, mit wem ich schon Tee trinken durfte, würde es mir schon reichen, da einfach anzuknüpfen.

    Ich könnte mir zum Beispiel einen bedeutenden Vertreter des Yang – Taijiquan einladen, weil ich selbst etwas davon regelmäßig bewege. Aber ich durfte schon mal z. B. Yang Zhen He bei einem Seminar bewegen und weiß damit, wo meine Grenzen liegen. Also was hätte ich davon?

    Als ich so vor mich hindachte, hatte ich eine spontane Regung, nämlich den Autor des Buches einzuladen, das ich gerade lese. Und das passt sogar irgendwie zum obengenannten.
    Durch „Zufall“ bin ich im web auf einen blog gestoßen, wo jemand in mühevoller Arbeit einen Wuxia Roman ins Englische übersetzt. Ich kann ja kein Chinesisch und Englisch auch eher so na ja...

    Über einen Film ( Crouching Tiger, Hidden Dragon) , eine Graphiknovelle – gleicher Titel, bin ich jetzt beim übersetzten Buch des Autors Wang Dulu gelandet ( Pentalogie). Und ich bin von der Art und Komplexität der Geschichte sehr beeindruckt. Letztendlich geht es um die Frage, ob Rache nach Mord nicht anders als immer wieder durch weitere Morde und weitere Rache gelöst werden kann. Jeden Beteiligten für sich kann man verstehen, seine Motive vielleicht bestätigen. Im Gesamten allerdings führt das immer ins Verderben. Dazu gehört dann auch noch der Zwang einer Gruppe, für sie einzustehen, nur weil man dazugehört und damit gegen andere Gruppen und deren Vertreter zu sein und wie das immer weiter geht.
    Und da fällt mir auch noch der japanische Autor Yoshikawa Eiji mit seinem berühmten Buch Musashi ein. Darin geht es um genau die gleichen Gedanken im alten Japan. Diesen dicken Wälzer konnte ich allerdings auf deutsch lesen.

    He, das ist so ungewöhnlich, das könnte sogar funktionieren.

    Beide lebten ja in einer Zeit ohne moderne Kommunikationsmöglichkeiten. Beide schreiben über eine Zeit, in der es möglich war, etwas bis zur letzten Konsequenz (den Tod) zu verfolgen. Ich wünsche mir, nie bis dahin vordringen zu müssen, andererseits aber für mein Taijiquan diesen Fleiß, der damals üblich war , um das Ziel zu erreichen.

    Also nehme ich mal an, ich würde mit beiden Autoren an einem Tisch sitzen, teetrinkend, und mich über die Entwicklung ihrer Helden unterhalten. Ja, das wäre doch was.

    Es könnte aber auch sein, dass mir morgen schon wieder jemand ganz anderes einfällt...

    Ach ja, was für ein Tee?
    Ich würde nicht versuchen, den Geschmack der zwei Autoren zu treffen.
    Ein einfaches Set, also Holztisch, Porzelangaiwan, Umgießkrug, kleine Teeschalen, kein Sieb, keinen Riechbecher würde ich benutzen. Und als Tee vielleicht einen mineralischen Oolong, also einen Steintee, geröstet, offenes Blatt...

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    1. Dieser Post soll eine Vorstellungsübung werden und dich Herrausfordern.
      Ich finde es super das Du schon so viele Ideen hast und nehm Dich deshalb ins Boot diesen Beitrag öfter einmal einzubauen.

      Vielleicht ist es auch ein bisschen philosophisch zu betrachten.

      Ich freu mich jetzt schon zu lesen wer bei Dir zum Tee sitzen könnte

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