Ausgetrunken #11- Atessa – Der etwas andere Jahresrückblick

Mir ist es zugefallen, den letzten Ausgetrunken-Post des Jahres 2017 zu übernehmen. Tja und nun sitze ich hier, sortiere Bilder und überlege. Was habe ich in den letzten drei Monaten alles getrunken? Habe ich überhaupt etwas geleert? Nein. Außer zwei Dosen von meinem Lieblingsmatcha ist nichts leer geworden.
Woran liegt es? Ich trinke sehr viel weniger Tee am Teetisch, das habt ihr vermutlich schon aus den bisherigen Posts entnehmen können. Das Jahr 2017 sollte für mich das Jahr großer Veränderungen werden. Und das ist es auf jeden Fall auch geworden. Aber ganz anders als erwartet. 180° anders.
Auf eine spannendes ersten Quartal voller Vorfreude folgte eine Trennung, für mich absolut überraschend. Allzu sehr möchte ich gar nicht ins Detail gehen. Es war schmerzhaft und hart, aber ich bin durch diese Erfahrung gestärkt worden und in das Bewusstsein gekommen: Hey, du bist stark, du kommst auch allein zurecht, dir kann niemand etwas. 
In der turbulentesten Zeit hat mir der Teetisch als Ruheinsel Kraft gegeben, bot sich mir an, um meine Gedanken zu ordnen, neue Lösungen zu finden und vor allem: Zu mir selbst zurück zu finden.
Das zweite Quartal war dementsprechend sehr kräftezehrend aber ich habe gemerkt, dass ich auf mich vertrauen kann und etwas zweites: Dass ich Freunde habe, die zu mir stehen. Die lange Zeit vielleicht zu kurz kamen aber nicht zögerten, mich zu unterstützen. 
Danke an dieser Stelle an all die wundervollen Menschen, die für mich da waren und es weiterhin sind. Ihr seid großartig und es ist schön, dass es euch gibt! 

Die Sommersonnenwende war auch für mich eine Wende, ziemlich genau sogar. Seither ist so viel unglaubliches passiert. Unglaublich schönes. Ich bin zu vielen Erkenntnissen gekommen und beschreite nun einen Weg, der noch lange nicht zu Ende ist. Nie zu Ende sein wird, aber ich weiß, dass es der richtige ist, weil es sich so gut anfühlt. Wo genau er hinführt – weiß man das überhaupt je mit Bestimmtheit? Ich habe Überraschungen lieben gelernt. In diesem Jahr.
Dieses Jahr ist ein Jahr der Kompromisse. Das betrifft auch den Tee. Das betrifft auch meine generellen Aktivitäten im Internet. Auf meinem eigenen Blog habe ich den letzten Post im Juli geschrieben, hier bin ich auch sehr ruhig geworden. 
Mir ist bewusst geworden, wie viel Zeit mir wirklich zur Verfügung steht und diese Zeit möchte ich möglichst mit den Dingen füllen, die mir in diesem Moment wichtig sind. Wie es mir gerade in diesem Moment wichtig ist, genau diesen Post zu schreiben. 
Ich habe unheimlich viele Interessen und manchmal wächst mir alles über den Kopf. Ich möchte alles gleichzeitig tun und tue am Ende nichts sinnvolles. 
Der Tee ist und bleibt ein fester Bestandteil meines Lebens. Auch meine Mitarbeit an diesem Blog möchte ich weiterführen. Aber mein Fokus liegt auf dem realen Leben. Darum wird es nun nicht noch weniger werden, dass ich schreibe. 
Aber mit diesem Post möchte ich mir selbst die Anspannung nehmen, schreiben zu müssen. Ich glaube, das musste einfach einmal öffentlich gesagt werden – nur für mich. So verliere ich das Gefühl, dass ich schreiben muss. So denke ich wieder "Wow, ich darf an diesem wunderbaren Projekt mitarbeiten", ich bin mir sicher, dass ich so viel leichter ins Schreiben komme, mir wieder Themen zufallen, ich Freude am berichten bekomme. 

Also: Ich freue mich auf die kommende Zeit mit euch! Nehmt es mir nicht krumm, wenn die Bilder "frisch im Alltag geschossen" sind, lasst uns gemeinsam den Tee genießen. In Ruhe. Mit Freude. Und: Mit Freunden.
Danke 2017, du hast viel bewegt und mich vieles gelehrt. 
2018 kann ich nun herzlich willkommen heißen =)

Auf ein neues Jahr voller Veränderung, Überraschungen und wunderschöner Erlebnisse!
Herzlichst,
Atessa

Zum Tee mit ... zwei Romanautoren

Nun sitze ich hier an einem klaren, sonnigen Herbsttag, draußen in meinem Garten, mit diesen zwei älteren Herren beim Tee und versuche meine Phantasie dahingehend zu entwickeln, dass sie mir etwas von ihrer Geschichte erzählen, obwohl sie schon seit über 40 Jahren nicht mehr leben.
Zwei berühmte Romanautoren in ihren Ländern, bei uns in Europa eher unbekannt, traten durch jeweils ein Buch in mein Leben, unterhielten mich mit ihren Geschichten, die so ungewöhnlich und vielschichtig sind und sich mit Themen beschäftigen, die auch heute noch aktuell sein könnten.


Da ist zum einen Herr Wang, Dulu aus China, von dem ich gerade erst die englische Übersetzung seines ersten Buches „The Crain startles Kunlun“ aus der „Crain – Iron -  Pentalogie“ lesen konnte. Aufmerksam wurde ich darauf durch den auch international bekannten Film „ Crouching Tiger, Hidden Dragon“ , der sich allerdings mehr auf den Inhalt des 4. Buches bezieht.


Und ich habe Herrn  Yoshikawa, Eiji aus Japan zu mir eingeladen, der mir durch seinen umfangreichen Roman „Musashi“ bekannt wurde, von dem es auch mehrere Verfilmungen gibt.


Die Idee, zwei Romanautoren zum Tee einzuladen, entstand in diesem Blogbeitrag:
Aber diese Geschichte mit Leben zu füllen war nicht so leicht wie gedacht.

Da ich etwas unschlüssig wegen der Teewahl war, entschied ich mich für einen meiner bevorzugten Teesorten und gestaltete den Tisch eher rustikal, einfach um damit nicht vom Gespräch abzulenken. Der “Wu Yi Qi Lan“ Oolong ist mineralisch und geröstet und wärmt uns bei diesem kühlen aber trockenem Wetter auch von innen auf.

Tragische Liebesgeschichte und überragende Schwertkampfkunst sind die verbindenden Themen der beiden Autoren. Und beide veröffentlichten ihre Romane fast zeitgleich als Fortsetzungsgeschichten in Tageszeitungen ihrer Länder. Und immer wieder stellte sich die Frage, ob es nicht möglich wäre, diesen Kreislauf aus Tod und Rache zu durchbrechen. In beiden Büchern werden die Helden immer wieder dazu herausgefordert, sich der Übermacht einer Gruppe zu stellen, die im Duell entstandenen Verletzungen durch immer weitere Duelle, mit zum Teil betrügerischen Methoden fortzusetzen. Der zu jener Zeit ausgefochtene Zweikampf mit scharfen Waffen brachte leicht ein Übermaß an Verletzungen mit oft tödlichem Ausgang hervor. Und jede Weigerung, sich weiterhin dieser Methode zu bedienen, wurde stets als Feigheit ausgelegt.


So zu sitzen, Tee schlürfend, die Ruhe genießend, braucht es keiner vielen Worte, um sich zu verständigen. Beide Herren dachten sich zurück an die Zeit ihrer Bücher, wo Tee schon genauso gern getrunken wurde, wenn auch nicht von so vielen Menschen, viele gab es, die ihn sich oft einfach nicht leisten konnten. So viele Fragen gehen mir durch den Kopf, so wenig ist mir über die Autoren bekannt, über ihre Zeit, in der sie schrieben, über die Zeit, über die sie schrieben.
Die Helden tranken Tee nur so nebenbei, ohne besondere Hingabe und Rituale. Musashi fühlte sich eher unwohl, wenn er bei bedeutenden Leuten zum Tee eingeladen war und sich deren gehobenen Sitten anpassen musste.
Es gibt viele idealisierte Märchen, die damals so wahrscheinlich gar nicht stattgefunden haben. Andererseits haben Märchen oft auch immer einen wahren Kern, der mir etwas zum Nachdenken gibt.



Mir ist nicht so wichtig, mit welchen Techniken gekämpft wurde, wie genau sie auch in den Büchern beschrieben wurden. Und es ist auch besser, nicht alles wörtlich zu nehmen, weil nicht bekannt ist, in wieweit die Autoren über Kampfkunst mit Schwertanwendung Bescheid wussten.
Für mich eher interessant, wie diese „gesetzesfreien“ Leute damals unterwegs waren, was bestimmt nicht so leicht war, wie es zu lesen ist.
Beide Herren lächeln leicht, als ich auf die Rolle der Frauen zu sprechen komme. Es gibt starke Frauen in diesen Büchern und doch sind oft auch Tränen mit dabei, für mich fast etwas zu viele, als ob damit immer auch ein Unterschied zu den starken Männern beschrieben werden soll, die Tränen nur bei wirklicher Trauer zeigten.
Interessant der Entwicklungsweg der Kampfkünstler. Mit wie viel Fleiß sie lernten um sich zu entwickeln, welche Extreme überwunden werden mussten. Musashi lernte wenig von Meistern, meist lehrte er sich selbst oder er lernte erst im realen Kampf.
Im chinesischen ist sehr interessant, wie jeden Morgen zusammen geübt wird und der alte Meister herumgeht und sehen muss, dass alle wollen, aber nicht wirklich zum Meister geschaffen sind. Auch interessant, wie damals jemand den Meister durch seinen Fleiß überzeugen konnte, ihm etwas beizubringen. Heutzutage zählt oft nur das Geld, dass man reichlich zahlen darf. Aber es gibt ja auch Gleichgesinnte, mit denen man wie im Spiel üben kann, ohne dass es dabei zu ernsthaften Verletzungen kommen muss. Worüber die Herren doch sehr erstaunt waren, wie auch über die modernen Möglichkeiten, sich über größere Entfernungen auszutauschen und Leute mit gleichen Interessen zu finden.


Ja, die Zeit verging wie im schnellen Ritt und schon hieß es wieder Abschied nehmen.
Beide luden mich aber höflich dazu ein, bei Gelegenheit wieder an sie zu denken und die Abenteuer ihrer Romanhelden weiter zu verfolgen.
So werde ich noch oft an meinem Teetisch sitzen und mich für mein eigenes Bewegen inspirieren lassen. Ob beim Tee oder auch beim Taijiquan, dieser Fleiß und die ehrliche Ernsthaftigkeit zu verinnerlichen, auch wenn ich mich nur zum Spaß und für meine Gesundheit bewege, den Tee gieße, würde ich gern weiter verfolgen, ganz in der Erinnerung der Romanhelden in diesen Büchern.

Reise - Tagebuch von "Eck Chen" - Tag 2

Da bin ich wieder mit dem heutigen Update meiner Teereise/Abenteuerreise.

"Thirsty" wollte dem kalten Wetter in Deutschland entfliehen, doch heute früh hat es hier geschneit (hihi), da musste "Thirsty" natürlich (Zwinker) was warmes trinken.

Also kam ich wieder zum Einsatz. Wurde auch Zeit."Thirsty" mag es vielleicht, nichts zu tun, aber ich bin doch hier um etwas zu erleben und dieses zu schildern.

Bis jetzt lautet mein Fazit: Enttäuschend, "Thirsty" muss mit mir dringend raus.



Fortsetzung folgt ...

Teil 1 - Reise - Tagebuch

ChaXi - Tee Set Up

Was ist ein ChaXi?

Cha Xi ist das Design eines Teetisches, Teebereiches oder Teeraumes. Modern wurde das heutige Chaxi vor noch gar nicht so langer Zeit. Erst um 2007 ist diese schlichte Variante entstanden.
In der Tang und Song Dynastie verstand man unter einem Chaxi auch eine Einladung zum Tee. Bei diesem Happening wurden dann nicht nur Tee sondern auch luxuriöse Gerichte und Unterhaltung geboten. Das heutige Chaxi ist an die japanische Schlichtheit angepasst, denn auch die japanische Teezeremonie ist in den Gebrauchsgegenständen schlicht und funktionell gehalten. Doch das "chinesische" Chaxi bietet viel mehr Raum für Kreativität und persönliche Entfaltung.
Muss man sich im Japanischen strickt an die Abfolge und das Zubehör halten, so hat man im Chinesischen mehr Raum, sich und seine Kreativität zu entfalten.

persönliche Teeschale + Adventsgewinnspiel

Eine Schale Tee gereicht zu bekommen, ist eine sehr persönliche Sache. Der Teemeister gibt mit diesem Tee sehr viel von seinem Können Preis. Sich selbst eine Schale Tee zu reichen, ist ebenfalls eine wunderbare Sache. Tee ist Einkehr und der Dialog mit sich selbst. Tee lügt nicht, er zeigt Dir Deine Schwachstellen sofort.
Ich habe zum Tee gern eine eigene persönliche Teeschale. Eine, die den Weg über viele Ecken zu mir fand und die eine Geschichte erzählen kann. Mittlerweile habe ich eine Vielzahl solcher "persönlicher" Teeschalen. Doch nur eine, die mich so lange begleitet!



Wenn ich für viele Leute Tee machen, dann mag ich es gern harmonisch auf dem Teetisch. Das heißt, die Teeschalen sind Ton in Ton und doch durchbricht meine Schale das Konzept und bringt eine andere Energielinie hinein.



Meine Teeschale kam zu mir vor fast zwanzig Jahren. Ich erhielt sie von meinem Lehrer, der mir nie zuvor etwas geschenkt hatte. Alle Schüler hatten schon das ein oder andere von seinen Reisen erhalten, ich ging immer leer aus. Als ich dann diese Schale erhielt, freute ich mich riesig. Doch dann setzte sich einer meiner Freunde in einem Anflug der Unachtsamkeit darauf und machte sie mit einem kleinen Riss perfekt.
Wir haben so einiges gemeinsam - meine Schale und ich: sie hat einen Riss (den man bei mir allerdings nicht sieht), ist aber nicht gebrochen, hat viel in Ihrem Leben gesehen, war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sie ist eine Bereicherung und hat obendrein noch ein schönes Design! In Ihr schmeckt der Tee gleich viel besser. Sie wertet jedes Tee Setting auf.


Freunde, die regelmäßig bei mir Tee genießen, haben auch Ihre persönliche Teeschale.
Ich denke, dass diese Teeschale den Besitzer finden muss und nicht umgekehrt. Schaut man sie an, kann man sich an die wundervollen Dinge erinnern, die man mit ihr erlebte und an den Menschen von dem man sie bekam. Diese Dinge haben eine besondere Energie.

Ich möchte heute zwei Menschen eine besondere Teeschale schenken. Die Schale an sich ist nichts besonderes. Sie ist neu und ungebraucht. Ihr füllt Sie mit Leben und gebt ihr den besonderen Charakter. Bitte nicht gleich drauf setzen.
Sollte das aber der Fall sein, dann lest doch bitte meinen Beitrag zum Goldkit von Humade . 
Das wäre gleich der persönliche Schliff.


Ihr könnt also eine Teeschale und einen meiner limitierten Teekalender gewinnen. Alles was Ihr machen müsst, ist mir einen Kommentar hier hinterlassen. Da sich in den letzten Jahren die Gewinner oft nicht einfanden, bitte ich euch, eure Email im Kommentar zu hinterlassen. Dann kann ich euch später, im Falle eines Gewinnes, anschreiben. Ihr könnt mir auch gern eine Email schreiben an info@yemin.de

Teilt den Post auf Facebook oder Instagram und gebt anderen die Chance zu gewinnen und verdoppelt eure eigene Chance. Link dann bitte in die Kommentare.



Folgt uns auf Facebook und Instagram. Dort könnt Ihr in dieser Weihnachtszeit auch das eine oder andere gewinnen.



Teilnahmebedingungen:

- Offen für alle Leser aus Europa.

- Teilnehmen darf jeder ab 18 Jahren
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Ein Los für einen Kommentar pro Person, mehrfache Kommentare werden nicht gezählt
- Zwei Lose, wenn Ihr in eurem Blog oder bei Facebook über das Gewinnspiel berichtet. Link bitte in den Kommentar. 
- Ein Name muss im Kommentar enthalten sein
- Nach der Auslosung und dem gewonnenen Gewinnspiel sendet mir innerhalb der nächsten 3 Tage   eine Email mit eurer Versandadresse. Sollte das nicht passieren bekommt der nächste den Gewinn.

- Einsendeschluss ist Mittwoch, der 30.12.2015 | 18:00 Uhr


"EckChen" stellt Freunde vor


Hallo ich bins wieder eure "EckChen". Ich möchte euch heute Fiona und Aiden vorstellen, die liebevoll von Tamalia als Muh und Mäh bezeichnet werden.

Ich mit Fiona und Aiden


Thirsty musste diese beiden armen Highlandrinder von Schottland nach Berlin bringen, weil sie ihr Dasein auf einer Ladentheke fristeten.
Nun haben sie genügend Auslauf in Thirstys Tee Ensembles.

Wer mich noch nicht kennt findet hier meinen ersten Post

Zum Tee mit ... Thimon von Berlepsch

Vor einigen Wochen war ich bei einer Show bei Thimon von Berlepsch. Diese Vorstellung mich sehr beeindruckt und Nachhaltig beeinflusst.

Thimon ist ein Magier und Hypnosekünstler und führt mit seiner Show durch die Welt der Magie. Bei seiner Beschreibung des Reisens fand ich mich sofort wieder.
Auch Tee oder den Weg des Tees, wie ich diesen gelehrt bekam und lehre, ist ein Stück Magie. Egal in welchem Teil der Welt ich mich befand, der Tee fand mich. Wie durch einen Zufall habe ich Menschen kennen gelernt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Und doch - beim Tee kamen sie zusammen, sei es Damaskus, in den Wu Dang Bergen oder selbst in Schottland

Deshalb reiche ich heute meine erste imaginäre Schale Tee an Thimon von Berlepsch.


Er hat mich quasi zu dieser Beitragsreihe inspiriert. Er hat mich meinen bisherigen Weg etwas anders sehen und Hinterfragen lassen.
Ich nehme den Impuls also auf und starte hiermit diese Blog Reihe, ich weiß auch, das diese Reihe unseren Co-Author, den Krabbenhüter sehr inspiriert hat.



Eine Schale Tee ist die Schulung aller Sinne. Tee kann den Geist öffnen und den Körper erden oder auch fliegen lassen. Es kommt ganz auf die Auswahl des Meisters an.


Für das Chaxi wähle ich ein Tuch, das ich einmal auf einen Markt in Berlin fand. Dieses Tuch in den dunklen Rottönen verströmt Wärme an einem kalten Wintertag.
Das Teegeschirr ist einfache Keramik. Das Schriftzeichen auf dem Gaiwan und den Schalen bedeutet Shen - Geist, Gott, Seele
Ein kleines Holz-Teeboot ist unter dem Gaiwan. Es symbolisiert die Natur und dass alles vergängliche ist die letzte lila Blume meines Balkon-Gartens. Die Vase hierfür stammt von einem Flohmarkt. Ich mag die Schlichtheit der Vase und sie darf in vielen meiner ChaXis mitspielen.
Vor einigen Tagen erwarb ich die Achtsamkeitskarten und dieses "just be" war meine Tageskarte. Sie passt ausgezeichnet zu dem Ensemle.
Die Buddhakette in der Ecke rundet die Reise ab. Die Kette fand ich im Borobudur Tempel in Indonesien. Ich stand dort gefühlte 5 Std., um eine Buddhakette mit 108 Perlen zu finden. Sie sollte aus Rudraksha Samen sein. Da Indonesien ein muslemisches Land ist, waren die meisten Ketten nur aus 99 Perlen. Beim Suchen kam ich mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch und verzählte mich so oft.
Ach fast hätte ich die Untersetzer der Teeschalen vergessen, diese wunderbaren Stücke stammen ebenfalls von einem Flohmarkt. Ich weiß nicht mehr, von welchem, ich weiß nur noch, dass ich sie mitnehmen musste, obwohl sie oberflächlich betrachtet, nichts mit Tee zu tun haben. Sie gefielen mir wegen ihrer mystischen Verzierung.


So wenig gedeckt aber doch eine Menge Emotionen in diesem Tee-Setting.

Mit welchem Tee beeindruckt man einen Magier? Ehrlich?
Ich habe keine Ahnung! Ich weiß nicht ob Thimon überhaupt Tee trinkt. Deshalb wähle ich einen Tee der erdet, wärmt und gleichzeitig beflügelt. Ich wähle einen Jin Jun Mei.
Das ist ein Schwarztee, der in guter Qualität, Noten von belgischer Schokolade aufweist. Dieser Tee besteht aus goldenen Blattknospen. Es ist eine moderne Teekomposition, die es wohl erst seit ca. 2005 geben soll. Ich liebe diesen Tee wegen seiner Geschmacksvielfalt und der Energie, die er hinterlässt.
Es ist ein Tee, der inspiriert!




Das ChaXi ist gedeckt, der Tee ist gewählt, das Wasser kocht! 
Was wären passende Tee-Gespräche?
Ich glaube, ich möchte einfach einen ruhigen Moment schenken, der dem Tee Raum zur Entfaltung gibt. Ich bin die Hand des Tee und nicht die Hauptperson. Ich möchte den Augenblick mit Dankbarkeit genießen.



  




Vorherige Beiträge aus dieser Reihe:

P.s. Ein ChaXi - das Tee Set Up ist immer eine Empfindung des Augenblickes. Einen anderen Tag würde es ganz anders aussehen.

Weihnachtsaktion - Menschen für Menschen


Menschen für Menschen in Berlin: Wir feiern Weihnachten mit Obdachlosen und von Armut betroffenen Kinder.

Berlin ist Deutschlands Hauptstadt der Wohnungs- und Obdachlosen: Über 10.000 Menschen sind von Wohnungslosigkeit betroffen. Viele von ihnen leben auf der Straße. Vor allem an den Weihnachtstagen, wenn die Menschen mit Geschenken bepackt an den Obdachlosen vorbeilaufen, wünschen sich viele Obdachlose, auch so ein Weihnachten verbringen zu dürfen. Ein Weihnachten, bei dem sie die Wertschätzung und die Liebe anderer Menschen spüren.

In der Hauptstadt gibt es viele Organisationen  und Ehrenamtliche, die sich um wohnungslose Menschen kümmern. Doch die Anzahl der hilfsbedürftigen Menschen übersteigt bei weitem das Kontingent an Schlafplätzen sowie Helfern.
Wir wollen dieses Jahr zu Weihnachten genau diesen Menschen ein schönes Fest bereiten. Und dafür brauchen wir deine Unterstützung!

Über uns
Wir sind eine Gruppe von rund 200 Menschen aus ganz Deutschland, die sich über die sozialen Medien vernetzt hat. Diese Gruppe besteht ausschließlich aus Privatpersonen und ist keine Organisation. Uns vereint die Vision eines erfüllten Lebens für alle Menschen. Gemeinsam tauschen wir uns über unsere Ziele und Erfahrungen aus.

Unsere Vision
Es soll ein schönes Weihnachten werden. Auch für die Menschen, die aufgrund von Armut eigentlich keinen Grund zum Feiern haben. Deshalb haben wir uns für jeden Weihnachtsfeiertag eine spezielle Aktion überlegt, die sich an Wohnungslose und bedürftige Kinder in Berlin richtet.

Hier ein kleiner Einblick in unsere Vision:

24. Dezember 2017:
Kennst du diesen Moment, wenn du von einer nahestehenden Person ein Geschenk bekommst, mit dem du nicht gerechnet hast? Erinnerst du dich an das Funkeln in deinen Augen, als du erkannt hast, dass diese Person an dich denkt? Erinnerst du dich an dieses herzerwärmende Gefühl, wenn andere Personen an dich denken und dir eine unerwartete Freude bereiten?
Dieses einzigartige Gefühl möchten wir mit den Personen teilen, die es wahrscheinlich am seltensten spüren.
"Geben und Vermehren!" - Das ist unsere Mission. Mit diesem Gedanken machen wir uns am 24. Dezember auf den Weg durch die Straßen Berlins und bereiten den Obdachlosen eine unerwartete Freude. Um ihnen die bitterkalten Wintertage zu erwärmen, sammeln wir Kleidung, Schals und Mützen. Damit die obdachlosen Menschen auch von innen erwärmt werden, verfassen wir eine Botschaft, die von Herzen kommt. Eine einfache Karte, in der wir ihnen mitteilen, dass wir an sie denken.

25. Dezember 2017:
Am ersten Weihnachtsfeiertag laden wir 150 bis 200 Berliner Obdachlose zu einem Weihnachtsfest ein. Unterstützt werden wir dabei von der „Berliner Obdachlosenhilfe". Bei einer ihrer Touren zu den Obdachlosen ‚Hotspots’ der Stadt, verteilen wir Flyer und laden die Menschen ein. Am ersten Weihnachtsfeiertag öffnen wir gegen 18 Uhr die Türen einer für sie gut erreichbaren Location: Hier können die Menschen in Ruhe ankommen. Sie haben die Möglichkeit, sich frisch zu machen, zu duschen, sich die Haare von professionellen Friseur*innen schneiden zu lassen und in neue, gespendete Kleider zu schlüpfen. Dann laden wir sie zu einem leckeren Essen ein, begleitet durch die weihnachtlichen Klänge einer Live Band.
Natürlich darf die Bescherung nicht fehlen. Dazu bekommt jede Person ein kleines, selbstgebasteltes Geschenk, das von Herzen kommt. Es wird auch frankierte, handgemachte Karten geben die von den Obdachlosen nur beschrieben werden müssen und direkt zu Bekannten und Verwandten geschickt werden können. Zum krönenden Abschluss des Abends veranstalten wir eine aufregende Tombola, in der verschiedene Preise wie z.B. Schlafsäcke, Decken, Mützen oder Socken verlost werden. Bei einem entspannten Zusammensein und Genießen der Atmosphäre lassen wir den Abend langsam ausklingen.

26 Dezember 2017:
Am zweiten Weihnachtsfeiertag stehen die Kinder im Mittelpunkt. Wir besuchen diejenigen, die nicht das Glück haben, zuhause mit der Familie ein schönes Weihnachtsfest zu verbringen. Mit neu gekauften Kuscheltieren sowie Spielsachen möchten wir Kinder auf den Stationen der Kinderkliniken in Berlin überraschen und Ihnen mit viel Liebe und Fröhlichkeit das Herz erwärmen. Denn was bringt das Herz mehr zum Strahlen als ein glückliches Kinderlachen - es kann auch unser Herz zum Strahlen bringen.
Um dies Alles umsetzen zu können brauchen wir DEINE Unterstützung!

SO KANNST DU HELFEN:
  • Mit nur einem Klick kannst du so viel Spenden, wie du möchtest. Das gespendete Geld verwenden wir für Sachspenden an die Hilfsbedürftigen, sowie für die Finanzierung der Weihnachtsfeier. Hierbei achten wir darauf, so viel wie möglich kostenlos zu bekommen, damit das Geld auch wirklich da eingesetzt wird, wo es am meisten gebraucht wird: Bei den Hilfsbedürftigen!
  • Alle Bezahlungen sind sicher mit SofortÜberweisung, VISA, Mastercard oder Giropay.
  • Um möglichst viele Menschen zu erreichen bitte wir dich diese Seite mit deinen Freunde zu teilen.

Vielen Dank schon mal für DEINE Unterstützung
PS: neben den Spenden freuen wir uns auch über warme Kleidung wie Schals, Handschuhe, Mützen oder Baumwollsocken für die Obdachlosen. Schicke hierzu die Klamotten einfach an folgende Packstation:

Daniel Zarske
803490256
Packstation 152
13409 Berlin



Menschen für Menschen

Reise - Tagebuch von "Eck Chen" - Tag 1 Abflug/Ankunft am Ziel

Hi, ich bin es "Eck Chen". Ich werde mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.

"Thirsty" beschloss dieses Jahr mal zur Kur zu fahren, bzw. zu fliegen
(hä, habe ich was verpasst, sie trinkt doch jeden Tag Tee, das sollte doch als Kur reichen).

Nun gut die Reise beginnt. Ich freue mich schon wie Bolle, das es bald losgeht. "Thirsty" war diesmal so schlau und hat mich direkt ins Handgepäck verstaut.

Aber was sehe ich da, also liebe "Thirsty" Begeisterung sieht anders aus. Die Dame mault schon vor dem Abflug. Naja es könnte evtl. daran liegen, das wir erst um 0:30 Uhr von Berlin aus starten. Da ist sie halt müde und knatschig.
Egal, ich lasse mir die Laune nicht verderben und freue mich, das es endlich losgeht.

Wir flogen Richtung Türkei/Antalya. "Thirstys" Freunde wünschten ihr einen schönen Urlaub und das sie doch wieder zurück kommen möge.
Ok, ich bin zwar nur eine Kanne, aber habe ich da was verpasst. Wieso sollte sie nicht wieder zurück kommen, und was ist mit mir?
Ich will auch wieder zurück (interessiert aber keinen :( ).

Tag 1 meiner Reise: In Antalya angekommen (zu einer sehr frühen Stunde), mussten wir tatsächlich noch 3 Stunden mit dem Bus Richtung Berge fahren, nach Afyon (wo ist das verdammt).
Irgendwann sind wir dann schließlich in einem kleinen Dorf im Ortsteil namens Sandikli angekommen.
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sich "Thirsty" gefühlt hat.
Endlich kamen wir in dem Kur Hotel an.

Im Zimmer angekommen packte sie ihre Koffer aus und ganz, ganz wichtig: MICH und den Tee!
Meine Zeit war endlich gekommen, nach all den Strapazen beschloss "Thirsty" einen TEE zu trinken.





Fortsetzung folgt....


Märchenabend im Berliner Teesalon



Jedes Jahr im Herbst finden in Berlin die Märchentage statt. Was gibt es da besseres, als bei einer schönen Tasse Tee jemandem beim Vorlesen zuzuhören. Und das vielleicht an einem Ort, der gemütlich eingerichtet ist und wo aus jedem Objekt ringsherum eine eigene Geschichte zu hören sein könnte. Dazu vielleicht „ein wenig“ zu essen, passend zum Thema des Märchens...

1. Advent Gewinnspiel

Advent, Advent ein Lichtlein brennt.

Wir haben auch dieses Jahr wieder das erste Lichtlein entzündet. Also ist es wieder soweit für ein Gewinnspiel.
Das schönste im Winter ist eine warme Schale Tee.  Ein Tee wärmt von innen und läst den Stress in der Welt für einen Moment vergessen. Ich freue mich riesig einen tollen Partner für dieses Gewinnspiel gewonnen zu haben.

Liu-Tea & Art ist kleiner wunderbarer Tee-Onlineshop. Ihr findet hier schöne Tees aus dem Reich der Mitte aber wundervolle handbemalte Taschen, Schals und vieles mehr.
Die Teeutensilien haben mein Herz gestürmt.

Ich darf an einen von euch ein kleines Proben Paket verlosen. Teemeisterin Wenzhou Liu war so freundlich es für euch auszuwählen.




Um dieses kleine Paket zu gewinnen, hinterlasst einen Kommentar unter diesem Beitrag und schreibt mir eine Email an inga@yemin.de und ich werde den Gewinner direkt anschreiben.

Folgt uns auf Facebook und Instagram, dort könnt Ihr dieses Weihnachten auch das eine oder andere Gewinnen.

Besucht doch Teemeisterin Wenzhou in Ihrem Webshop

shop.liu-tea-art.com


Teilnahmebedingungen:

- Offen für alle Leser aus Europa.

- Teilnehmen darf jeder ab 18 Jahren
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Ein Los für einen Kommentar pro Person, mehrfache Kommentare werden nicht gezählt
- Zwei Lose, wenn Ihr in eurem Blog oder bei Facebook über das Gewinnspiel berichtet. Link bitte in den Kommentar. 
- Ein Name muss im Kommentar enthalten sein
- Nach der Auslosung und dem gewonnenen Gewinnspiel sendet mir innerhalb der nächsten 3 Tage   eine Email mit eurer Versandadresse. Sollte das nicht passieren bekommt der nächste den Gewinn.

- Einsendeschluss ist Dienstag, der 05.12.2015 | 18:00 Uhr

Ausgetrunken | Yemin

Es ist wieder soweit, meine Tüten müssen weg.
Komisch wie wir Blogger mit der Zeit werden, wir heben unseren Müll auf um diesen anderen zu präsentieren. Die "Komischen" werden wir genannt wenn wir in Restaurants Bilder machen. Wenn ich im Restaurant die Kamera raus hole um einen Tee zu fotografieren werde ich komisch angeschaut, wenn ich diesen Menschen dann auch noch erzählen würde das ich meinen Müll 3 Monate horte. Bin ich dann ein Teemessi?
Dabei ist alles was ich erreichen möchte, euch einen Einblick in meine Trinkkultur? - kann ich das so schreiben  - zu geben. Welche Tee kann ich guten Wissens und Gewissens weiter empfehlen und wie könnt Ihr eventuelle Fehlkäufe vermeiden. Doch eigentlich muss der Tee, der es in diesen Post schafft, gut sein. Wäre er nicht gut dann hätte ich den Tee auf die ein oder andere Weise entsorgt.
Bei ganz schlimmen Sorten hilft eine Kette mit Stein dran und dann wird das kleine Paket im Meer versenkt auf das es nie auftauchen möge. Besser nicht im Ganges aber im großen Ozean 3 Tage entfernt vom Land.

Im letzten "Ausgetrunken" Post habe ich nicht so viele Tee geschafft, diesmal habe ich dafür umso mehr. Macht euch einen Tee, lehnt euch zurück und lest was es alles bis zum bitteren Ende (schönes Wortspiel, Teewird am Ende oft bitter, entweder durch verlust des geliebten oder geschmackllich bitter) in meinen Bauch geschafft hat.


Monatsfavorit - Atessa #17 Oktober

Am Abend liege ich oft im Bett und denke mir: Atessa, du hast heute gar keinen Tee getrunken. Die Zeiten sind rar, häufig komme ich erst ganz spät abends zum Tee und dann geht der Griff zum Pu Ehr, da er nicht so viel Koffein enthält. Pu ist also wieder einer der häufigsten Tees, die ich am Teetisch getrunken habe. Momentan beginnt für mich aber auch wieder die Zeit der Kräuteraufgüsse, schließlich bin ich eine kleine Kräuterhexe.

Der Tee oben in der Schale ist der Nepal Oolong Jun Chiyabari von TeeGeschwendner. Den finde ich tatsächlich gar nicht mal so schlecht und auch dem Mann mundet er sehr. Wie ihr wisst liebe ich nussige Tees und ich habe ein Faible für interessant geformte Teeblätter. Und diese finde ich wahnsinnig interessant, bunt und hübsch gekringelt, aber nicht zu stark. Wegen vielen Projekten wird der Tee aber häufig nicht am Tisch getrunken, sondern in einer etwas größeren Kanne mit Sieb. Einfach, weil man dann aus einem Tässchen nippen kann, ohne zu viel Plantscherei zu haben. Bei der Arbeit mit Laptop und anderem Technikkram schon manchmal wichtig.

Herzliche Grüße vom Arbeitsplatz,
Atessa

Zum Tee mit...

Gestern Abend saß ich beim Tee nach einem Ereignisreichen Wochenende. Ein Wochenende das meine Gedanken und Gefühle durchgeschüttelt hat. Es hat mir bewusst gemacht, was Tee bedeuten kann und wie spannend die Arbeit ist die ich hier mache. In letzter Zeit wurden die Themen sehr sachlich aber ist Tee nicht auch Magie und Sinnlichkeit? Kann Tee einen nicht auf eine imaginäre Reise mitnehmen? Ein Schluck deines Lieblingstee weckt die Gefühle die Du mit diesem verbindest. Ein Schluck kann dich an einen anderen Ort schicken, an einen Ort an dem Du diesen Geschmack das erste mal wahrgenommen hast. Vielleicht erinnert er dich aber auch an die Person die Du einmal warst.
Meine Gedanken kreisen also und ich habe diese Idee für diese neue Blog Rubrik. Eine Rubrik, die mich aus dem Altag holt und mir neue Herrausforderungen stellt.


Die Reise meines Geburtstagsgeschenks

SIch hatte jetzt vor geraumer Zeit Geburtstag. Da ich im Urlaub zu dieser Zeit war, bekam ich meine Geschenke von Freunden im nachhinein.
Yemin schickte mir mein Geschenk per Post ohne Sendungsverfolgung. Ein großer Fehler!
Dieses Paket kam einfach nicht an. Inzwischen war Yemin schon selbst in Berlin, aber das Paket war verschollen. Ich wusste was drin war und wollte es unbedingt haben. Irgendwann wurde das Paket zum Absender zurück geschickt.

Als Yemin wieder zu Hause war, wagte sie einen zweiten Versuch, diesmal mit Sendungsverfolgung. Das Paket kam nun endlich auch an. Die geilste Begründung dafür, warum das Paket nicht beim ersten Mal angekommen war, "nicht von der Post abgeholt". Hä, liebe Post, wie wäre es denn, wenn ich einfach mal einen Benachrichtigung in meinen Briefkasten bekomme. Dann wüsste ich auch, dass das Paket auf mich auf der Post wartet. Was ich aber wirklich schade finde, ist, das nur Pakete mit Sendungsverfolgung bei mir ankommen, aber die ohne nicht. Und das passiert leider sehr oft. Also liebe Postboten bzw. Paketboten, ein Tipp von mir: Kommunikation ist alles. wenn nicht mit Worten, dann schriftlich.
Sorry Leute, das musste ich hier mal kurz loswerden.

Also nun gut, das Paket war endlich da. In diesem Paket war ein Tee aus Belgien. Ein sehr teurer Ali Shan.


Bevor ich den Tee aufmachte, suchte ich mir das passende Equipment aus.
Ich machte den Tee vorsichtig auf und roch erstmal daran. Ich genoss den Geruch. Der Ali Shan hat den typischen grasigen und blumigen Duft. Ein typischer heller Oolong.


Nach ein paar Sekunden nahm ich ein Löffel voll Tee und schüttete es in den Gaiwan. Ich kochte mein Wasser auf und goss ihn über den leckeren Tee, da ich jetzt den Tee schmecken wollte.
Ich ließ ihn 20 Sekunden ziehen und dann goss ich ihn in die Schale. Seine Farbe war gelblich in der Schale. Ich roch nochmal kurz daran und dann trank ich ihn. Die 20 Sekunden Ziehzeit wiederholte ich bis zum dritten Aufguss. Ich erhöhte die Ziehzeit um weitere 10 Sekunden bei den Aufgüssen 4-6.
Dann noch einmal um weitere 10 Sekunden bei den Aufgüssen 7 und 8.

Nun zum Geschmack: Dieser Ali Shan ist ein sehr weicher Tee. Er schmeckt sehr grasig, blumig und am Gaumen schmeichelt der Tee mit seiner Sanftheit. Der Geschmack hält lange an.










Ausgeraubt– Atessa #6: Drei Teeverrückte

Im Oktober habe ich mal wieder bei Yemin vorbei geschaut. Mein letzter Besuch war aber auch unglaublich lange her. Unser Treffen haben wir so geplant, dass die liebe Thirsty auch da war. Und so konnten wir einen sehr schönen Tee-Tag zu dritt verbringen.
Bei ein, zwei, drei... Tees haben wir über die letzten Ereignisse gesprochen und Erfahrungen ausgetauscht.
Zwischendurch saßen wir zu viert am Teetisch, wenn die angehende kleine Teemeisterin noch dazu kam.
Thirsty hatte auf jeden Fall ihren Spaß. Leider konnten wir unseren Raubzug durch Yemins Teevorräte nicht ganz so durchführen, wie geplant.
Aber wir haben glücklicherweise die ein oder andere leckere Schale Tee trinken dürfen. Sie war sogar so spendabel, uns mehr als die übliche Fingerhutportion zu gönnen.
Gespeist haben wir auch königlich, ich liebe Sushi ja sehr.
Nach dem üppigen Mahl tat eine weitere Schale Tee auch wirklich Not. So viel Tee habe ich tatsächlich lange nicht mehr zu mir genommen, sodass ich bald leicht einen im Tee hatte.
Ich hätte wirklich gerne diverse Teekannen adoptiert, Teeschalen eingesteckt und Teevorräte minimiert. Das schafft die liebe Yemin schließlich gar nicht alles alleine!
Mitgekommen sind dann diese zwei neuen Utensilien: Einmal der wunderschöne Teetisch aus einer Kombination mit Bambus und Keramik. Daran gefällt mir besonders, dass er so schön transportabel ist und ich ihn einfach so schnell auf den Balkon stellen kann, um dort meinen Tee zu genießen. Und die süße kleine Teekanne habe ich Thirsty abschwatzen können :) Sie ist für mehr als eine Person gemacht – oder für eine sehr durstige Person *wink*

Mädels, ich danke euch für den schönen Tag und die tolle Zeit mit euch! Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht =)

Herzlichst, Atessa

Monatsfavorit Oktober # Thirsty

Hallo ihr Lieben, ich bin es eure "EckChen".

Mir wurde die Ehre Zuteil in nächster Zeit die Posts von "Thirsty" zu übernehmen.

Dann fangen wir mal gleich an.
Mit was wurde ich im letzten Monat am liebsten abgefüllt. Hm, lasst mich mal kurz überlegen.

Natürlich mit dem Ali Shan. Der wärmt mein Bäuchlein und duftet so gut. Es findet eine Symbiose zwischen uns statt. Ich liebe den Ali Shan sehr, aber leider war es das mit uns. Die letzte Packung hat Thirsty nun aufgebraucht. Eine weitere wird es nicht mehr geben, darüber sind wir beide sehr traurig.

das waren noch Zeiten mit dem Ali Shan

Aber Thirsty wird für mich schon einen Ersatz finden. Der Li Shan (der Bruder vom Ali ) ;) wird ein kleiner Trost in nächster Zeit sein.


Bis zum nächsten mal
Eure "EckChen"

Achtsamkeit

Facebook, Instagram, Pinterest, Google, Twitter, Youtube überall sind wir mit unserem Blog vertreten. Die sozialen Netzwerke sind ein Segen und ein Fluch zugleich. Teile ich einen Post nicht bei Facebook, so wird der Blog nicht geklickt. Klickzahlen! Das Thema! Doch wozu eigentlich? Der Blog ist nicht gesponsort, er verdient kein Geld, wozu also die Sucht nach höheren Klickzahlen? Ist es wohl doch das Ego, das mich dazu bewegt?
Doch beim Tee sollte man sein Ego hinter sich lassen. Nur wenn man eine Einheit mit dem Tee bildet, kann eine gute Schale Tee auch gelingen. Erst dann kann man das Resultat genießen.
Facebook und Instagram, ich nehme euch gern mit zu einer Schale Tee, doch das Bedienen der sozialen Netzwerke kostet Zeit. Zeit die beim Teegenuß verloren geht. Oft ist nach dem Fotografieren der Tee kalt geworden oder ich habe vergessen, den Tee umzugießen.



Beim Surfen durch Instagram bin ich heute auf einen Post gestoßen. Mehr Achtsamkeit beim Essen, ein Online Seminar.
Genau mein Thema! Aber bin ich den wirklich noch Achtsam mit meinem Tee? Nein! Ich bin so sehr damit beschäftigt, Bilder und Videos zu machen, dass ich den besten Tee nicht mehr genieße. Heute also, gleich nachdem ich diesen A...Tritt erhalten habe, genoss ich meinen Tee wieder oder versuchte es zumindest.
Ich kam zur Ruhe und merkte wie schwer es mir fällt, das Handy beiseite zu legen und mich nur auf den Tee und das drumherum zu fokussieren.



Wo ist die Achtsamkeit in meinem Leben hin?! Ich hatte es immer schwer, mich auf Dinge zu konzentrieren. Der Tee half mir dabei, meine Balance zu finden. Diesen Weg muss ich wieder finden... der erste Schritt ist getan!
Ich glaube, das mit der Ruhe auch wieder mehr neue Ideen für den Blog kommen.


Xi Gui - Sheng Gushu 10 Jahre gelagert



Wenn ich junge Sheng Puerh trinke, habe ich manchmal das Gefühl, dass mein „Bauchgefühl“ mir davon abrät. Die Gushu-jung-Sheng Puerhs von Nan Yi aus Berlin waren da etwas freundlicher.


Deshalb versuche ich nun einen 10 Jahre gelagerten Xi Gui - Gushu Sheng Puerh, Gushu bedeutet in dem Fall von 300 -500 Jahre alten Bäumen, den ich direkt im Laden schon einmal kosten durfte.


Heute bei Sonne-Wolken Mix an einem schönen Herbstsonntag, die Nachbarschaft Ruhe verströmend, sitze ich hier draußen und gieße diesen Puerh ( 3g im 45 ml Gaiwan und heißem Wasser).


Schon die trockenen Blätter versprechen viel. Ein etwas größeres Stück der Probe, lässt auf lockere Pressung schließen. Sie riechen auch erwärmt angenehm nach Pu, ohne schlechte Einflüsse.


Die ersten Aufgüsse dann mit schön klarer, orangener Farbe und angenehm, weichem, süßem Geschmack nach Kräutern und hellen Früchten, natürlich leicht bitternd und astringierend am Gaumen und den Zungenseiten. Der Puerh ist sehr ergiebig und bleibt geschmacklich im Mundraum lange haften.


So sitze ich nun und gieße diesen Tee immer wieder auf, spüre seine Wärme und Energie in mir fließen, stille meinen Durst bei dieser positiven Bitterkeit und lasse die Zeit an mir vorbeifließen. Die Aromen lassen dann nach und ich betrachte die feuchten 2-3 fingerlangen Blätter, die gleichmäßig, dunkelgrüne Farbe besitzen, sich elastisch anfühlen und oft längs gerollt erscheinen.


Insgesamt also ein guter Eindruck, den dieser Tee bei mir hinterlässt. Vielleicht, würde ich denken, könnte er noch etwas liegen, könnte von seiner leichten Pu-reizbarkeit noch etwas in Süße verwandeln, so mir mein Bauchgefühl rät. Aber andererseits ist er schon gut auf dem Weg und hat etwas davon, was mir an jungen Puerhs eben fehlt.


Es ist schwierig, daraus jetzt etwas für Gushu abzuleiten. Zu vergleichbaren Puerhs aus anderen Quellen, ohne Gushu, würde ich schon etwas darin sehen. Werde wohl noch weiter probieren müssen...


Gut, „viel Tee und heiß gießen“ ist schon eine Herausforderung. Deshalb der nächste Versuch nach Anweisung von Nan Yi (etwas abgewandelt) : 2g im 45 ml Gaiwan bei ca. 90° C Wassertemperatur, beginnend mit 1 Minute Ziehzeit, bei leichtem Nieselregen an diesem Tag, diesmal drin, gemütlich am Teetisch aufgegossen.
Der Puerh wirkt etwas weicher in den Aufgüssen, bei ähnlichem Geschmack, leichte Bitterkeit am Gaumen, die mir aber nicht so umfassend erscheint, weniger Astringens.
Die Aufgüsse ab dem 2. relativ gleichmäßig komplex mit einer Vielzahl an Aromen und einem etwas hervorstehendem Aroma ähnlich wie Getreide, etwas malzig, ab dem 8. dann wird’s leichter, ich verlängere die Zeit noch mal und gieße den 10. direkt heiß, bevor ich zum Höhepunkt komme.



Dazu habe ich eine 120 ml Tonkanne vorbereitet, in der ich den gegossenen Tee ca. 15 Minuten auf einer Kerze ziehen lassen werde. Er kocht nicht direkt, ist aber doch sehr heiß.
Der erste Schluck dann von diesem Sud ist schockierend stark und wild, ein Konzentrat an Aromen und Eindrücken, dem ich nur mit einem Schluck Extrawasser begegnen kann, was den Tee wieder ins „Ordentliche“ herunterzieht.
Auch der zweite Aufguss, länger ziehen gelassen, erbrachte einen starken Sud, der mir mit etwas Wasser sehr interessant erschien.
Und ich hab lange überlegt, was das wohl für ein spezieller Geschmack da hinten in meinem Mund ist, bis mir der Gedanke an Lakritze kam. Ja, das könnte es sein, ohne das Salzige, mehr auch von der Textur her.


Wenn ich nun beide Teetage vergleiche, ergibt sich ein etwas ambivalentes Bild. Der heiße Aufguss erzeugte mehr Wärme, die mir am zweiten Tag etwas fehlte. Die anregende Wirkung war mir dagegen am zweiten Tag fast unangenehm höher, vielleicht durch die zwei Konzentrate. Geschmacklich war der zweite Tag ohne Sud gesehen, angenehmer, weicher aber nicht so vielschichtig, wie der erste Tag.

Und interessant auch mein Versuch mit 1g auf 75 ml, heiß gegossen und dann Grandpastyl getrunken. Schön leicht aber mit typischem Pu-Aroma und wenig Bitterkeit aber auch nicht so komplex.



Bei einem Besuch im Laden von Nan Yi konnte ich mich dann noch einmal ausführlich über diesen Tee, auch dazu im Vergleich mit einem nicht Gushu Puerh, austauschen und diese genießen...

Und als Nachtrag die Ankündigung von Nan Yi, 5 Verkostungen zu diesem sehr interessanten Thema Gushu bei sich zu veranstalten:

https://nan-yi-tee.de/epages/d3df5160-c9eb-4f2f-a0c5-c3e84249af1d.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/d3df5160-c9eb-4f2f-a0c5-c3e84249af1d/Categories/Newsletter/Gu_Shu_Tee_Verkostung

wo dann gerade auch auf die Besonderheiten dieser Tees im Bezug auf andere, ähnliche Tees eingegangen wird.