Ausgetrunken #11- Atessa – Der etwas andere Jahresrückblick

Mir ist es zugefallen, den letzten Ausgetrunken-Post des Jahres 2017 zu übernehmen. Tja und nun sitze ich hier, sortiere Bilder und überlege. Was habe ich in den letzten drei Monaten alles getrunken? Habe ich überhaupt etwas geleert? Nein. Außer zwei Dosen von meinem Lieblingsmatcha ist nichts leer geworden.
Woran liegt es? Ich trinke sehr viel weniger Tee am Teetisch, das habt ihr vermutlich schon aus den bisherigen Posts entnehmen können. Das Jahr 2017 sollte für mich das Jahr großer Veränderungen werden. Und das ist es auf jeden Fall auch geworden. Aber ganz anders als erwartet. 180° anders.
Auf eine spannendes ersten Quartal voller Vorfreude folgte eine Trennung, für mich absolut überraschend. Allzu sehr möchte ich gar nicht ins Detail gehen. Es war schmerzhaft und hart, aber ich bin durch diese Erfahrung gestärkt worden und in das Bewusstsein gekommen: Hey, du bist stark, du kommst auch allein zurecht, dir kann niemand etwas. 
In der turbulentesten Zeit hat mir der Teetisch als Ruheinsel Kraft gegeben, bot sich mir an, um meine Gedanken zu ordnen, neue Lösungen zu finden und vor allem: Zu mir selbst zurück zu finden.
Das zweite Quartal war dementsprechend sehr kräftezehrend aber ich habe gemerkt, dass ich auf mich vertrauen kann und etwas zweites: Dass ich Freunde habe, die zu mir stehen. Die lange Zeit vielleicht zu kurz kamen aber nicht zögerten, mich zu unterstützen. 
Danke an dieser Stelle an all die wundervollen Menschen, die für mich da waren und es weiterhin sind. Ihr seid großartig und es ist schön, dass es euch gibt! 

Die Sommersonnenwende war auch für mich eine Wende, ziemlich genau sogar. Seither ist so viel unglaubliches passiert. Unglaublich schönes. Ich bin zu vielen Erkenntnissen gekommen und beschreite nun einen Weg, der noch lange nicht zu Ende ist. Nie zu Ende sein wird, aber ich weiß, dass es der richtige ist, weil es sich so gut anfühlt. Wo genau er hinführt – weiß man das überhaupt je mit Bestimmtheit? Ich habe Überraschungen lieben gelernt. In diesem Jahr.
Dieses Jahr ist ein Jahr der Kompromisse. Das betrifft auch den Tee. Das betrifft auch meine generellen Aktivitäten im Internet. Auf meinem eigenen Blog habe ich den letzten Post im Juli geschrieben, hier bin ich auch sehr ruhig geworden. 
Mir ist bewusst geworden, wie viel Zeit mir wirklich zur Verfügung steht und diese Zeit möchte ich möglichst mit den Dingen füllen, die mir in diesem Moment wichtig sind. Wie es mir gerade in diesem Moment wichtig ist, genau diesen Post zu schreiben. 
Ich habe unheimlich viele Interessen und manchmal wächst mir alles über den Kopf. Ich möchte alles gleichzeitig tun und tue am Ende nichts sinnvolles. 
Der Tee ist und bleibt ein fester Bestandteil meines Lebens. Auch meine Mitarbeit an diesem Blog möchte ich weiterführen. Aber mein Fokus liegt auf dem realen Leben. Darum wird es nun nicht noch weniger werden, dass ich schreibe. 
Aber mit diesem Post möchte ich mir selbst die Anspannung nehmen, schreiben zu müssen. Ich glaube, das musste einfach einmal öffentlich gesagt werden – nur für mich. So verliere ich das Gefühl, dass ich schreiben muss. So denke ich wieder "Wow, ich darf an diesem wunderbaren Projekt mitarbeiten", ich bin mir sicher, dass ich so viel leichter ins Schreiben komme, mir wieder Themen zufallen, ich Freude am berichten bekomme. 

Also: Ich freue mich auf die kommende Zeit mit euch! Nehmt es mir nicht krumm, wenn die Bilder "frisch im Alltag geschossen" sind, lasst uns gemeinsam den Tee genießen. In Ruhe. Mit Freude. Und: Mit Freunden.
Danke 2017, du hast viel bewegt und mich vieles gelehrt. 
2018 kann ich nun herzlich willkommen heißen =)

Auf ein neues Jahr voller Veränderung, Überraschungen und wunderschöner Erlebnisse!
Herzlichst,
Atessa

1 Kommentar:

  1. Ich wünsche dir alles Gute für 2018.
    Lass uns gedanklich einen Tee zusammen trinken. Wie wär es mit einem schönen Taiwan Oolong...
    Und sonst, lasse dich inspieren und schreibe nur dann, wenn es passt.
    Wir freuen uns darauf.

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